Die grosse Erweiterung am Hauptsitz

Dürrenäsch Die Chemie-Logistikfirma Bertschi AG hat an ihrem Hauptsitz einen grosszügigen Erweiterungsbau in Betrieb genommen. Dies war dem stetigen Wachstum geschuldet.

<em>Klare Linien: </em>Der nun offiziell eingeweihte Erweiterungsbau der Firma Bertschi AG in Dürrenäsch. Fotos: Fritz Thut

<em>Klare Linien: </em>Der nun offiziell eingeweihte Erweiterungsbau der Firma Bertschi AG in Dürrenäsch. Fotos: Fritz Thut

<em>Weiterhin ein Familienbetrieb:</em> Die Firmenführung mit Mitgliedern der Familie Bertschi vor einem historischen Foto in der neuen Kantine in Dürrenäsch.

<em>Weiterhin ein Familienbetrieb:</em> Die Firmenführung mit Mitgliedern der Familie Bertschi vor einem historischen Foto in der neuen Kantine in Dürrenäsch.

Die 1956 als Transportfirma gegründete Bertschi AG ist weiterhin – trotz bald 3000 Mitarbeitenden in 38 Ländern und einem Jahresumsatz von bald einer Milliarde Franken – ein Familienbetrieb.

Dies wurde an der offiziellen Eröffnung des Erweiterungsbaus am Stammsitz vermittelt. Verwaltungsratspräsident Hans-Jörg Bertschi begrüsste die Gäste und freute sich anschliessend, dass der Neubau «zeitgerecht und im Budgetrahmen» seiner Bestimmung übergeben werden kann.

Der klar strukturierte, lang gezogene Neubau umfasst neu drei Etagen. Darin dominieren, wie man sich auf dem Rundgang überzeugen konnte, moderne Grossraumbüroeinheiten. Im obersten Geschoss ist die Betriebskantine eingerichtet, die von der Reinacher Stiftung Lebenshilfe geführt wird. Fast 200 Plätze stehen im Personalrestaurant zur Verfügung. 135 Plätze auf der Terrasse kommen hinzu und in der angeschlossenen Cafeteria sind für die Mitarbeiter Wasser und Kaffee kostenlos.

Von Rätoromanisch bis Mandarin

Eigentlich hatte Hans-Jörg Bertschi vor sieben Jahren bei der letzten Erweiterung gedacht, dies sei der letzte grosse Ausbau unter seiner Ägide. Doch er verschätzte sich. Im Nachgang der Finanzkrise entschied sich die Bertschi-Gruppe, ausserhalb von Europa zu expandieren. Für die neue Bertschi Global AG evaluierte man drei Standorte. Schliesslich setzte sich Dürrenäsch gegen Rotterdam und Singapur durch. Laut Teamleiterin Sonja Michel zählt die Dispositionsabteilung hier bereits 50 Mitarbeiter aus 18 Nationen: «Bei schwierigen Kunden ist es von Vorteil, in deren Muttersprache zu kommunizieren.»

Die Bertschi AG ist im Aargau mit der neuerlichen Expansion noch multikultureller geworden. Die rund 500 hoch qualifizierten Mitarbeiter sprechen 33 Sprachen, «von Rätoromanisch bis Mandarin», so Personalchefin Sabrina Gränacher. Trotz modernsten Arbeitsbedingungen, Gratis-Wasser und Tiefgarage mit E-Tankstellen gestaltet sich die Rekrutierung neuer Mitarbeiter schwierig: «Leute nach Dürrenäsch zu bringen, ist nicht immer einfach», so Gränacher.

Der bescheidene Anschluss ans öV-Netz ist da ein oft genanntes Problem. Dies gilt natürlich nicht für die Einheimischen, von denen viele bei der Bertschi AG arbeiten, wie etwa Gemeindeammann Andrea Kuzma, die in ihrem Grusswort (mit dem Gemeindehut) ihrer Freude über den prosperierenden Betrieb Ausdruck gab: «Dürrenäsch ist Bertschi und Bertschi ist Dürrenäsch.»

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