Das Freilichttheater in der Grube

Sarmenstorf Die Freilichttheater-Tradition im Dorf wird fortgeführt: Am 19. August feiert «Grabenstorf» Premiere. Die Macher orientierten über das Projekt.

Was wird da alles ausbuddelt? Das «Grabenstorf»-Produktionsteam mit Martin Brun (vorn, Licht), Jörg Meier (Autor), Eva Mann (Regie), Stefan Hegi (Co-Produktionsleiter/Bühnenbild), Hans Melliger (Co-Produktionsleiter) und Jonas Arnet (Musik) auf d
Was wird da alles ausbuddelt? Das «Grabenstorf»-Produktionsteam mit Martin Brun (vorn, Licht), Jörg Meier (Autor), Eva Mann (Regie), Stefan Hegi (Co-Produktionsleiter/Bühnenbild), Hans Melliger (Co-Produktionsleiter) und Jonas Arnet (Musik) auf der Festwiese, Foto: Fritz Thut

Nach «Chlostermetzger» (2006) und «Sachsenmatt» (2010) soll mit «Grabenstorf» nun die Freilichttheater-Trilogie vervollständigt werden.

Wobei: Freilicht? Wie die Produktionsmitglieder Anfang Woche orientierten, ist wieder etwas ganz Spezielles geplant. Die 15 vorgesehenen Vorstellungen finden in einer eigens auszuhebenden Grube auf der Festwiese bei der Mehrzweckhalle statt.

«Die Idee hatte ich in einem Traum; vielleicht inspiriert von den Plänen für eine Tiefgarage unter dem Lindenplatz», so Stefan Hegi, der zusammen mit Hans Melliger als Produktionsleiter von «Grabenstorf» wirkt. Das viereinhalb bis fünf Meter tiefe Loch wird von einem 22 mal 26 Meter hohen Zeltdach überdeckt werden.

In die Tiefe gehen

Das Thema Graben ist in Sarmenstorf omnipräsent. Seit Jahrhunderten ist das Dorf Tummelfeld von Archäologen, die hier Spuren aus verschiedenen Epochen zurück ans Tageslicht befördern. Deshalb war das In-die-Tiefe-Gehen die Themenvorgabe fürs neueste Theaterstück. Der Wohler Autor Jörg Meier spricht im Rückblick von einer «schönen Aufgabe», die ihn gereizt und die er zwischendurch auch verflucht habe.

Wer Meier und das Sarmenstorfer Theaterteam kennt, weiss, dass nun sicher keine knochentrockene Geschichtslektion, sondern ein unterhaltsames Stück mit tiefgründigem Humor herausgekommen ist.

So taucht eine Sarmenstorfer Figur wieder auf, über die im Dorf vieldeutig geschwiegen wird. Jakob Heigele, Eremit und Gschäftlemacher aus dem Süddeutschen, hatte sich im 18. Jahrhundert um die Wendelinskapelle verdient gemacht und fiel anschliessend bei den Kirchenoberen in Ungnade.

«Grabenstorf» ist jedoch nicht nur ein Theater, zu dem am nächsten Montag für die 25 Mitwirkenden die Probenarbeiten unter der Regie von Eva Mann beginnen, sondern eine ganze Philosophie. Im Vorfeld der Vorstellungen fanden und finden verschiedene Anlässe statt, etwa «Das grosse Graben» Ende 2021.

Im Umfeld des künftigen Theatergeländes wurden ein Grabologielabor und die graBar installiert. «Wir versuchen, das ganze Dorf einzubeziehen», so Hans Melliger. Auf der Internetseite gibt es laufend Neuigkeiten über weitere Aktionen.

Internet: www.grabenstorf.ch.

Weitere Artikel zu «Seetal-Lindenberg», die sie interessieren könnten

Ab Januar 2027 können Plätze für den «Stillen Wald» erworben werden.Foto: zvg
Seetal-Lindenberg04.11.2026

Letzte Ruhe im Seoner Wald

Seon Ab 2027 bietet Seon mit dem «Stillen Wald» eine naturnahe letzte Ruhestätte im Naturreservat Surberg.
So übermittelten Brieftauben Nachrichten.Foto: Verena Schmidtke
Seetal-Lindenberg04.11.2026

Gefiedertes Personal beim Militär

Meisterschwanden In der Militärsammlung in Meisterschwanden gibt es viele Exponate zu entdecken. Seit dem 1. November läuft die «Sonderausstellung…
Vernissage mit Heimatgefühl: Zusammensein in den neuen Vereinsräumlichkeiten.Foto: zvg
Seetal-Lindenberg04.11.2026

Vierter Jahresanlass vom Nöi Löi

Dürrenäsch Der vierte Jahresanlass des öffentlichen Begegnungs- und Veranstaltungsorts in Dürrenäsch fand unter dem Motto «Vernissage» statt.