Bibliotheksteam zufrieden: Kleiner Ansturm auf das Bibliotheksprovisorium
Sarmenstorf Im Dorf werden aktuell die Schulhäuser saniert, davon ist auch die Bibliothek betroffen. Zur Freude aller Leserinnen und Leser konnte sie in die Schilligasse 2 zügeln: Ein gemütliches Provisorium für etwa zwei Jahre.
Auf dem Regal der Bücherrückgabe liegt bereits kurz nach der Wiederöffnung ein grosser Stapel Lesestoff. «Ja, hier ist viel los», bestätigt Bibliotheksmitarbeiterin Stefanie Iten den Eindruck mit einem Lachen. In den Räumen des Bibliotheksprovisoriums schauen sich die grossen und kleinen Lesenden interessiert um, schön illustrierte Hinweisschilder weisen den Weg zum Lieblingsgenre. Einige Kunden haben sich bereits Bücher ausgesucht, die gleich ausgeliehen werden sollen. Zur Wiederöffnung am 29. April erwarten die Kundschaft draussen bei schönstem Sonnenschein zudem noch Kaffee, Kuchen und Limonade.
Im Raum mit den Sachbüchern sortiert Bibliotheksleiterin Christina Eppisser gerade mehrere Bücher ein. «Hier sind ein paar der Regale etwas leer», erzählt sie, «bevor wir die alte Bibliothek geschlossen haben, gab es den Aufruf, möglichst viel für die Zwischenzeit auszuleihen. Das hat offensichtlich funktioniert.»
Sichtbar im Dorfzentrum
Am letzten Tag in der alten Bibliothek im Schulhaus Linea seien sie und die weiteren Team-Mitglieder schon etwas wehmütig gewesen. Da es aber in den Wochen bis zur Wiederöffnung in der Schilligasse viel zu tun gab, blieb nicht viel Zeit zum Traurigsein. Christina Eppisser erläutert beim Gang durch die provisorische Bibliothek: «Die Räumlichkeiten gehören der Gemeinde und waren unter anderem an die Fasnachtsgesellschaft Variéte vermietet.» Damit die Bibliothek genug Platz hat, erfolgte ein Durchbruch zwischen den Einheiten. Die Fasnachtsgesellschaft habe auf die Pläne verständnisvoll reagiert. Wenn die Bibliothek zurück auf das Schulareal zügelt, könne auch die Variéte wieder in ihr Vereinslokal.
«Ein grosses Dankeschön geht an alle Helfenden», betont die Bibliotheksleiterin. So habe etwa die Fitnessriege tatkräftig die Regale ab- und wieder aufgebaut. Recht zügig konnte ausserdem ein neuer Boden verlegt sowie allfällige Technik wie Internet und Telefon installiert werden. «Und das alles in sechs Wochen», unterstreicht Eppisser die arbeitsintensive Phase. «Dabei kamen uns die Frühjahrsferien schon gelegen.»
Mit dem aktuellen Standort ist das Bibliotheksteam sehr zufrieden – gleich neben Mehrzweckhalle und Gemeinde, direkt an der Marktstrasse, ist die Einrichtung gar nicht zu übersehen. Christina Eppisser stellt fest: «Wir sind jetzt sichtbarer als vorher. Vielleicht gibt es den einen oder anderen Neukunden.» Beim Umbau seien jedenfalls einige Passanten stehen geblieben und hätten interessiert ins Schaufenster gespäht. Ausserdem hätten sich bereits Schulklassen angekündigt, um der «neuen» Bibliothek einen Besuch abzustatten. Das Zügeln sei eine gute Gelegenheit gewesen, den Bestand durchzuschauen. «Es fehlten erfreulich wenig Exemplare», merkt die Bibliotheksleiterin und fügt einladend hinzu: «Nun zum Neustart am Provisorium haben wir den Bestand mit einigen neuen Medien aufgestockt.» Ein Besuch im gemütlichen Provisorium lohnt sich auf jeden Fall.







