Aargauer Jäger hielten «Landsgmeind»

Seengen Thomas Laube aus Schafisheim wurde an der Generalversammlung des Aargauischen Jagdschutzvereins (AJV) zum neuen Ehrenmitglied ernannt.

Neues Ehrenmitglied: Der scheidende Vizepräsident Thomas Laube wird flankiert vom Seenger Gemeindeammann Jörg Bruder und von AJV-Präsident Rainer Klöti. Foto: Fritz Thut
Neues Ehrenmitglied: Der scheidende Vizepräsident Thomas Laube wird flankiert vom Seenger Gemeindeammann Jörg Bruder und von AJV-Präsident Rainer Klöti. Foto: Fritz Thut

Wie viele andere Organisationen musste auch der AJV in den Coronajahren die Mitglieder schriftlich zum Vereinsgeschehen abstimmen lassen. Umso grösser war die Freude, sich nun wieder persönlich treffen zu können. Weit über 300 stimmberechtigte Jäger sowie Gäste füllten am Sonntagmorgen die Seenger Mehrzweckhalle.

«Wir haben nun drei Jahre Zeit gehabt, diesen Anlass vorzubereiten», sagte OK-Präsident Daniel Lüem (Hendschiken) als Vertreter der Jagdgesellschaften des Bezirks Lenzburg mit einem Schmunzeln: «Nun sind wir jedoch froh, dass die mehrmals verschobene physische GV da ist.» Wie zu erwarten war, klappte alles wie am Schnürchen.

AJV-Präsident Rainer Klöti (Auenstein) führte zügig durch die statutarischen Traktanden und erwähnte, ergänzend zum schriftlichen Jahresbericht, dass der «Wald ein Garant für hohe Lebensqualität» ist. Und die Jäger sind da ein wichtiger, allgemein anerkannter Akteur.

Ins gleiche Horn blies Regierungsrat Stephan Attiger in seinem Grusswort. Er räumte ein, dass es bedingt durch die vielen Nutzer «zunehmend Konfliktpotenzial im Wald» gebe, legte aber ein klares Bekenntnis ab: «Der Regierungsrat steht hinter der Jagd und ihrem wichtigen Auftrag.»

Abgang als Vizepräsident

Thomas Laube (Schafisheim) trat an der GV als AJV-Vizepräsident zurück, weil er sich der Mehrfachbelastung als Delegierter Hundewesen Jagd Aargau und als Präsident der Stiftung Wildtiere entlasten wollte. Der «gradlinige Macher» (Klöti) wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Als Nachfolger wurde Gerhard Wenzinger (Endingen) gewählt.

Der Seenger Gemeindeammann Jörg Bruder präsentierte – für die offerierten «Kafi und Gipfeli» – einen Werbespot für den Tagungsort. Er wies dabei auf die zahlreichen Sehenswürdigkeiten hin und vergass auch nicht, die 46 Ortsvereine zu erwähnen, die sich eben aus der Corona-Lethargie zu befreien versuchen.

Musikalisch umrahmt wurde die «Jägerlandsgmeind» von den Jagdhornbläsern Hallwyl, die am Pfingstmontag im Hof von Schloss Hallwyl mit einer Matinee ihr 50-Jahr-Jubiläum feiern.

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