10 Jahre Förderverein Steinzeitwerkstatt Boniswil

Boniswil Vorgängig zur GV des Fördervereins Steinzeitwerkstatt Boniswil hielt Kantons-archäologe Dr. Thomas Doppler einen Vortrag mit dem Thema Archäologische Forschungen am Hallwilersee.

Kantonsarchäologe Thomas Doppler.Foto: ASt

Kantonsarchäologe Thomas Doppler.Foto: ASt

Othmar Wey, Max Zurbuchen und Beat Meier durften mit den Mitgliedern 10 Jahre Bestehen feiern.Foto:  Alexander Studer

Othmar Wey, Max Zurbuchen und Beat Meier durften mit den Mitgliedern 10 Jahre Bestehen feiern.Foto: Alexander Studer

Archäologie ist nicht nur, Ausgrabungen vorzunehmen, sondern sie beinhaltet wesentliche andere Aufgaben wie Schützen und Erhalten der Funde, Dokumentation der Fundstelle, Auflistung der Gegenstände und Archivierung. Einzigartig im Kanton Aargau ist die Auszeichnung als Weltkulturerbe der UNESCO. Doppler ging auf die verschiedenen Einzelfunde rund um den Hallwilersee ein. Steinbeile wurden in Birrwil Fährstation, Meisterschwanden Strandbad und Delphin und anderen Orten entdeckt, ein Einbaum bei Beinwil am See sowie Silexfragmente in Beinwil und Meisterschwanden. Die meisten Funde stammen aus der Jungsteinzeit, ca. um 4000 v. Chr., ausgenommen der Einbaum, der im 15. Jahrhundert entdeckt wurde. Doppler erwähnte die Funde beim Aegelmoos in Beinwil, die sowohl der Früh- und Spätbronzezeit entstammen. Ziel der Forschungen am Hallwilersee ist ein besseres und umfassenderes Verständnis der Siedlungs- und Nutzungsgeschichte. Hinweise auf neolithische Siedlungen sind häufig, neue Fundstellen sind vorhanden, interessant sind die Fischanlagen, aber bis dato unerforscht. Es wartet noch viel Arbeit für die Archäologen. Ein grosses Problem ist die stetige Erosion in den Feuchtbodenfundstellen. Hölzer verschwinden und werden weggeschwemmt. Ebenfalls hat der Mensch in diesen Gebieten Einfluss auf den Verlust wertvoller Gegenstände. Auch Schilf ist nicht für den Erhalt der Fundstellen von Vorteil. Aus Sicht der Archäologie wäre es wünschenswert, wenn mehr Sorge zur Natur getragen würde. Wertvolle Funde, die es noch im Hallwilersee zu finden gibt, könnten so erhalten bleiben. Ein hoch interessantes und komplexes Thema wurde von Doppler auf spannende Art und Weise den Zuhörern übermittelt. Anschliessend fand die 10. GV des Fördervereins statt. Die ersten paar Traktanden gingen ohne Probleme über die Bühne. Die Rechnung mit einem Gewinn 1900 Franken wurde genehmigt. Einer kleinen Erhöhung der Mitgliederbeiträge wurde ebenfalls zugestimmt. Das Budget 2024 sieht einen Verlust von 2170 Franken vor. Die Vakanz im Präsidium konnte mit der Wahl von Beat Meier gelöst werden. Sandra Mathews hat ihren Rücktritt bekannt gegeben. Das Jahresprogramm 2024 präsentierte Vizepräsident Othmar Wey. Interessante Anlässe stehen auch in diesem Jahr auf dem Programm.

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