Süffisanter Theaterspass mit Tiefgang

Othmarsingen Im April bringen die Theaterlüüt Othmarsingen die Komödie «De Beindlichrämer und di grossi Liebi» auf die Bühne. Die Schweizer Uraufführung feiert am 5. April Premiere.

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Die Theaterlüüt Othmarsingen präsentieren dieses Jahr ein aufwendig produziertes Stück.Foto: Romi Schmid

Der Tod hat viele Namen – Gevatter Tod, Sensenmann, «Beindlichrämer» –, aber nur einen Auftrag: Er muss die Seelen, deren Zeit abgelaufen ist, in den Himmel oder in die Hölle bringen. Ohne ihn würde die Welt aus den Fugen geraten und im Chaos versinken. Seit Jahrhunderten erledigt der «Beindlichrämer» seinen Auftrag gewissenhaft. Doch nun widerfährt ihm etwas, womit niemand gerechnet hatte: Als er die kleine Marie holen soll, verliebt er sich in deren Mutter Leni. Von dem unbekannten Gefühl verwirrt, verschont er Marie. Der Teufel nutzt die Verwirrung des armen «Beindlichrämers» aus und überredet ihn zu einem Geschäft, bei dem der Tod die einmalige Chance erhält, als «normaler Sterblicher» um Leni zu buhlen.

Fortan stolpert der «Beindlichrämer» auf der Suche nach der ewigen Liebe durch das irdische Leben. Da jedoch niemand mehr stirbt, ist die göttliche Ordnung gefährdet. Damit nicht gar die Apokalypse droht, muss ein Wunder geschehen.

Das Stück begeistert mit einem aufwendigen Bühnenbild und beeindruckenden Kostümen. Eine verrückte Theater-Achterbahnfahrt, in der alles irgendwie schräg ist, aber alles auch sehr kreativ – so muss modernes Theater sein.

Aufwendige Bühnenbilder

Das Stück hält insgesamt fünf verschiedene Bühnenbilder auf kleinstem Raum bereit – auch dieses Jahr werden diese wieder liebevoll und detailreich von Lukas Frey und weiteren Mitwirkenden angefertigt. Eine aufwendige Szenerie, mit der es gelingt, dass das Publikum der Achterbahn zwischen der Welt, dem Himmel und der Hölle problemlos folgen kann. Regie führt – dieses Jahr bereits zum 16. Mal – Brigitte Wyss. Als Regisseurin hält sie die Fäden in diesem witzig-skurriles Stück zwischen Himmel und Hölle in der Hand.

Ein aufwendig produziertes Theater mit insgesamt 21 Schauspielern, darunter fünf Kinder, und zahlreichen Statisten. Und: Livemusik. «Das Stück besticht mit den verschiedenen Schauplätzen und ihrer Darstellung. Es ist neben einer spannenden Story auch eine Augenweide und ein Hörerlebnis mit Livemusik», verrät Präsident Lukas Frey. Aktuell werden noch Statisten gesucht. «Die Statisten übernehmen keinerlei Aufgaben, sondern agieren unscharf im Hintergrund. Es gibt Interessierten die Möglichkeit, erste Bühnenerfahrung zu sammeln», erklärt Frey. Am 24. Februar findet eine öffentliche Theaterprobe statt. Willkommen sind nicht nur potenzielle Statisten, sondern alle, die sich fürs Theater interessieren. «Wir möchten den Leuten die Gelegenheit geben, einmal hinter die Kulissen zu schauen, einen Eindruck zu erhalten, was es alles braucht, bis so ein Stück aufführungsreif ist. Vielleicht gefällt es dem einen oder anderen und er entschliesst sich, bei uns mitzumachen», so Frey.

Grosse Vorfreude

Noch werden die Abläufe verfeinert, an den Texten gefeilt und die Bühnenbilder fertig gepinselt. Schon in wenigen Wochen soll alles perfekt sein, damit das Stück erneut zum Publikumserfolg wird wie «Der Hexer» im Vorjahr.

Öffentliche Theaterprobe: Samstag, 24. Februar, 13.30 Uhr, Mehrzweckhalle Othmarsingen.

«De Beindlichrämer und die grossi Liebi»: Freitag, 5. April (Premiere) bis Samstag, 13. April, Mehrzweckhalle Othmarsingen. Reservation online unter www.tl-o.ch oder per Telefon unter 079 296 80 40 am Montag und Freitag von 17 bis 19 Uhr (ab 1. März).

Weitere Artikel zu «Region», die sie interessieren könnten

Roman Frey aus Möriken-Wildegg mit seinem kürzlich erschienenen Buch «Was der Stein nicht sagt».Foto: Verena Schmidtke
Region30.09.2026

Wie aus einem verschwundenenGrabstein ein Buch entstand

Möriken-Wildegg Der Möriker Roman Frey beginnt aus persönlichen Gründen, die Geschichte seiner Familie zu recherchieren. Den Plan, diese Erfahrung in Buchform…
Ajet Asani und seine Frau Valbona bringen mexikanisches Flair in den Niederlenzer «Frohsinn».Foto: Romi Schmid
Region30.09.2026

Fiesta im Frohsinn: Jetzt sind Tacos drin

Niederlenz Seit Anfang August wird im Restaurant Frohsinn in Niederlenz neu gekocht: Ajet Asani hat den traditionsreichen Betrieb übernommen und setzt vor…
Rupperswil konkretisiert seine «Vision 2035+»
Region30.09.2026

Rupperswil konkretisiert seine «Vision 2035+»

Rupperswil Rupperswil hat mit der «Vision 2035+» die langfristige Entwicklung der Gemeinde skizziert. Nun zeigt sich, welche Vorhaben zuerst konkret werden…