Standing Ovations am Konzert

Höhepunkt einer tollen Lagerwoche: Rund 45 Musikantinnen und Musikanten begeisterten ein applausfreudiges Publikum mit hochstehenden Vorträgen im Gemeindesaal in Niederlenz. Foto: Peter Winkelmann

Niederlenz Alle zwei Jahre findet das Musikschullager statt und erst zum zweiten Mal im Berghaus Baschalva oberhalb von Wangs im Pizolgebiet. Höhepunkt dieser Lagerwoche ist jeweils das Abschlusskonzert im Gemeindesaal.

Insgesamt 37 Kinder im Alter zwischen 8 und 15 Jahren sowie zwölf Erwachsene unter der Leitung von Markus Fankhauser, Leiter Musikschule Niederlenz und Musikschullehrer an den Musikschulen Schenkenbergertal und Entfelden, verbrachten eine Woche mit Musizieren und Beisammensein. Das Wetter war etwas durchzogen und so fanden die meisten Probestunden, die bis zu acht Stunden täglich dauerten, im Ferienhaus statt. Nebst den vielen Probelektionen blieb aber auch Zeit für kleinere oder grössere Abstecher in die Landschaft.

Am 5. Oktober endete die Lagerwoche und vom Lagerhaus Baschalva aus ging die Rückreise für alle Kinder und Erwachsenen direkt in den Gemeindesaal Niederlenz. Hier wurde nochmals geprobt und die Bühne für die verschiedenen Auftritte ausgekundschaftet. Nach dem Nachtessen, zubereitet und angeliefert vom Bahnhöfliwirt Miro Josovac, konnten die Kinder dann ihre Eltern, Grosseltern und Verwandten begrüssen und umarmen. Rund 250 Besuchende füllten den Gemeindesaal und lauschten gebannt den tollen Musikeinlagen.

Punkt 20 Uhr wurde das Licht gedimmt und plötzlich herrschte eine hoch spannende Ruhe im Saal. Die Protagonisten traten auf die Bühne, Hauptleiter und Dirigent Markus Fankhauser begrüsste die Anwesenden und danach zeigten die Kinder und ihre Leiter ihr Können. Jedes Stück wurde kräftig beklatscht und die Zuhörerschaft kam nicht aus dem Staunen heraus, denn man spürte förmlich, wie intensiv alle eine Woche lang geprobt hatten und wie eingespielt das ganze Orchester war. Im zweiten Teil gab es eine Sondereinlage mit sieben Musizierenden, die mit Rhythmussticks aufzeigten, wie damit spezielle Klänge erzeugt werden können.

Und wie immer an solchen Konzerten durfte natürlich eine oder auch zwei Zugaben nicht fehlen, denn der Applaus ging über in lang anhaltende Standing Ovations und endete dann nur, weil Markus Fankhauser auf die Uhr schaute und nach einem rund zweistündigen Monsterkonzertabend die Besuchenden bat, zuerst die Stühle gemeinsam zusammenzustellen. Danach konnten die Eltern ihre Kinder in ihre Obhut nehmen. (Peter Winkelmann)

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