Revidiertes Abfallreglement mit Grüngut-Holsammlung

Möriken-Wildegg Wichtige Traktanden lockten am Montag, 25. November, 261 Stimmberechtigte in den Gemeindesaal Möriken. Und alle Anträge des Gemeinderates wurden jeweils mit grosser Mehrheit angenommen.

Wird endgültig geschlossen: Der Kompostierplatz Birch.Foto: zvg

Nach der Genehmigung des Protokolls informierte Gemeinderat Beat Fehlmann über den Verpflichtungskredit von knapp 1 Million Franken für den Ersatz der Heizung in der Schulanlage Möriken inklusive Kindergärten 1 und 2 sowie einer Photovoltaikanlage auf der neuen 3-fach-Turnhalle im Unteräsch. Hierzu gab es nur wenige Anmerkungen der Anwesenden und der Antrag wurde mit klarer Mehrheit angenommen.

Ebenso klar angenommen ohne grosse Gegenreaktion wurde der gemeinderätliche Antrag für 280 Stellenprozente als Konsequenz des erweiterten Schulstandorts mit den zusätzlichen Schulkindern aus dem Schenkenbergertal.

Grüngutabfuhr gab viel zu reden

Beat Fehlmann hatte mit dem Traktandum 4 – Genehmigung des revidierten Abfallreglementes – einen grösseren Brocken zu bewältigen. Die Einführung einer Grüngut-Holsammlung musste klar und verständlich überliefert werden, da dieses Thema ja auch schon andere Gemeinden stark beschäftigte. Grüngut konnte bisher an vier dezentralen Sammelstellen sowie beim Kompostierplatz Birch abgegeben werden. Die Probleme dabei sind aber zum Beispiel Falschentsorgung mit Fremdmaterial, Verkehr und Geruch in den betroffenen Quartieren, zwangsläufig natürlich an Samstagen. Ein gewichtiger Schwerpunkt für eine neue Grüngutsammlung ist jedoch die Aufhebung vom grossen Kompostierplatz Birch auf Mitte Jahr 2025.

Die Grüngutsammlung soll ab Juni 2025 starten, dazu wird auch eine einmalige Containeraktion Anfang Jahr 2025 durchgeführt, wo jeder Haushalt einen Container inklusive Chips nach Wahl gratis erhalten soll, was zu Kosten von 160000 Franken führen wird.

Votantinnen und Votanten bemängelten speziell die Finanzierung über das Wiegen des Grüngutes mittels Chip, wünschenswert wäre eher eine Jahresvignette. Aus allen Einwänden entstanden zwei Anträge, die aber letztendlich klar abgelehnt wurden und das Traktandum 4 – Abfallreglement – wurde einstimmig angenommen.

Hochwasserschutz vorerst auf Eis

Unter «Verschiedenem» folgte ein Überweisungsantrag der «IG Hochwasserschutz mit Vernunft» zur Schaffung einer Arbeitsgruppe für die Erarbeitung eines massvollen Hochwasserschutzes, da die IG ein mehrjähriges aktuelles Thema nicht einfach so aufgeben will. «Wir brauchen einen Hochwasserschutz, aber einfach nicht so wie das ursprüngliche Projekt des Gemeinderates.» Nach Ablehnung des Antrags der IG soll nun eine Verschnaufpause eintreten und das Thema Hochwasserschutz wurde somit vorerst ad acta gelegt.

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