Peter Schmid-Meier – Vollblutjournalist und professioneller Zeitungsmacher

Nachruf Der in Niederlenz wohnhaft gewesene Peter Schmid war fast 27 Jahre Redaktor beim Aargauer Tagblatt und fünf Jahre Redaktionsleiter beim Lenzburger Bezirks-Anzeiger.

Ehemaliger Chefredaktor dieser Zeitung: Peter Schmid-Meier, 1945–2022. Foto: zvg
Ehemaliger Chefredaktor dieser Zeitung: Peter Schmid-Meier, 1945–2022. Foto: zvg

Geboren ist Peter Schmid am 24. Januar 1945 in Hägglingen und nach der obligatorischen Schulzeit trat er ins Lehrerseminar Wettingen ein. Seine erste Stelle als Lehrer startete er im Jahre 1965 an der Mittelstufe in Niederwil und unterrichtete bis zu 60 Schüler in einer Klasse.

Im Schloss Kasteln, wo er ab Dezember 1969 tätig war, begegnete Peter Schmid dem damaligen Regierungsrat und Chefredaktor vom Aargauer Tagblatt, Kurt Lareida, der ihn überredete, sich als Redaktor beim Aargauer Tagblatt zu bewerben.

Blick aufs Wesentliche

Am 1. April 1971 begann seine Karriere als Journalist und Redaktor. Er startete im Regionalressort Lenzburg-Seetal, danach wechselte er ins Ressort Aargau.

Peter Schmid liebte das Schreiben und Organisieren, es war ihm stets wichtig, Artikel sorgfältig zu recherchieren mit Blick für das Wesentliche und er konnte seine Artikel in leicht verständliche und lebhafte Berichte umsetzen.

Er war ein Vollblutjournalist und professioneller Zeitungsmacher. Peter Schmid tat sich aber schwer, als das Aargauer und das Badener Tagblatt zur Aargauer Zeitung fusionierten und verliess diese im Januar 1997.

Nach einem Abstecher zur Aargauer Woche leitete er von 2003 bis 2007 als Chefredaktor den Lenzburger Bezirks-Anzeiger, ehe er sich frühzeitig pensionieren liess. Doch mit der Pensionierung tat er sich schwer, trat im Jahre 2010 dem Redaktionsteam des Niederlenzer «Dorfgeischt» bei, den er dann von 2012 bis 2017 als «Chefredaktor» führte. Dann legte er Bleistift und Notizblock definitiv zur Seite.

Reisen als zweite Leidenschaft

Seine Frau Monika lernte er im Jahre 1970 kennen und die beiden heirateten zwei Jahre später. Leider blieb die Ehe kinderlos, aber dadurch vertiefte sich die Zweierbeziehung und gipfelte in der Feier der Goldenen Hochzeit dieses Jahres. Im Jahre 1977 erfüllten sie sich einen Traum mit dem Bezug ihres neuen Eigenheimes am Lochackerweg in Niederlenz.

In seiner Freizeit konnte er seine zweite Leidenschaft, das Reisen, so richtig ausleben. Schon die Hochzeitsreise führte die beiden nach Sri Lanka, im Jahre 1986 führte ein sechsmonatiger unbezahlter Urlaub in die USA, erst zu einem dreimonatigen Sprachaufenthalt, dann in einem Wohnmobil nach Los Angeles und in den wilden Westen Amerikas. Die zweite Auszeit verbrachte das Ehepaar in Australien, Neuseeland und in der Südsee, auch in einem Wohnmobil.

Monika und Peter Schmid liebten klassische Musik und so führten viele Kurzreisen immer wieder an Opernfestivals nach Verona, Budapest und in die weite Welt.

«Ich bin fast 78 Jahre alt geworden und hatte ein glückliches, erfülltes und interessantes Leben», schrieb Peter Schmid noch in sein Tagebuch, bevor er am vorletzten Dienstag nach schwerer Krankheit seine letzte Reise antrat. Er ist zuhause friedlich eingeschlafen.

* Peter Winkelmann ist freier Mitarbeiter des Lenzburger Bezirks-Anzeigers und Redaktionsmitglied des Niederlenzer «Dorfgeischt».

Weitere Artikel zu «Region», die sie interessieren könnten

Roman Frey aus Möriken-Wildegg mit seinem kürzlich erschienenen Buch «Was der Stein nicht sagt».Foto: Verena Schmidtke
Region30.09.2026

Wie aus einem verschwundenenGrabstein ein Buch entstand

Möriken-Wildegg Der Möriker Roman Frey beginnt aus persönlichen Gründen, die Geschichte seiner Familie zu recherchieren. Den Plan, diese Erfahrung in Buchform…
Ajet Asani und seine Frau Valbona bringen mexikanisches Flair in den Niederlenzer «Frohsinn».Foto: Romi Schmid
Region30.09.2026

Fiesta im Frohsinn: Jetzt sind Tacos drin

Niederlenz Seit Anfang August wird im Restaurant Frohsinn in Niederlenz neu gekocht: Ajet Asani hat den traditionsreichen Betrieb übernommen und setzt vor…
Rupperswil konkretisiert seine «Vision 2035+»
Region30.09.2026

Rupperswil konkretisiert seine «Vision 2035+»

Rupperswil Rupperswil hat mit der «Vision 2035+» die langfristige Entwicklung der Gemeinde skizziert. Nun zeigt sich, welche Vorhaben zuerst konkret werden…