Gartentipp: Essbare Blüten

Gärtnerin auf Schloss Wildegg: Melissa ­Gögele. Foto: MA/Pascal Meier
Gärtnerin auf Schloss Wildegg: Melissa ­Gögele. Foto: MA/Pascal Meier

Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts vorsorgten wir Menschen uns hauptsächlich durch Jagen und Sammeln. Das Wissen über essbare Blüten war deshalb wichtig und wurde von Generation zu Generation weitergegeben. Durch die Industrialisierung der Landwirtschaft ab Mitte des 20. Jahrhunderts ging dieses Wissen immer mehr verloren.

In jüngerer Zeit ist das Interesse an essbaren Blüten nun wieder gestiegen. In vielen Restaurants werden Speisen mit verschiedenen Blüten dekoriert. Diese sind dekorativ und geschmacklich ein Genuss. Essbare Blüten eignen sich deshalb auch als raffinierte Zutat für die Küche zu Hause. In Rabatten, Töpfen oder grossen Pflanzentrögen sind die Blüten zudem eine Augenweide.

Nachfolgend eine Auswahl an Blüten, die auch kulinarisch ein Genuss sind:

• Die Ringelblume – nebst ihrer heilenden Wirkung auch bekannt als «Safran der armen Leute» – kann ins Risotto gegeben werden. Zudem lässt sich mit der Blüte selbstgemachte Butter schön einfärben.

• Beim Bärlauch sind neben den Blättern auch die Blüten essbar, diese schmecken nach Zwiebeln.

• Die Schlüsselblumenblüten schmecken schön süss und eignen sich zum Verfeinern von Desserts.

• Die Blüten der Flammenblume können unter Salate oder Fruchtsalate gemischt werden, sie verleihen diesen so einen schönen Farbtupfer.

• Die exotischen Blüten der Taglilie schmecken süsslich-scharf und können auch sehr gut frittiert werden.

• Zucchettiblüten können einfach so gegessen werden – oder man kann sie füllen, zum Beispiel mit Frischkäse oder Hackfleisch.

Ernten Sie diese Pflanzen am besten an einem warmen trockenen Morgen. Dann ist das Aroma am intensivsten. Die Blüten können frisch, getrocknet, kandiert oder als Eiswürfel verwendet werden.

Wer zum Sammeln gerne raus in die Natur geht, sollte Folgendes beachten: Essen Sie keine Blüten von Pflanzen, die nahe an dicht befahrenen Strassen (Schadstoffe) oder Fusswegen (Hunde-Urin) wachsen. Pflücken Sie zudem jeweils nur einen kleinen Teil der Blüten, damit sich die Pflanze weiterhin vermehren kann. Und nicht zuletzt: Ernten Sie nur Pflanzen, die Sie kennen (Vergiftungsgefahr).

Ich wünsche Ihnen viele kulinarische Blütenerlebnisse.

«Gartentipp». Hier schreiben Mitarbeiterinnen der Schlossgärtnerei Wildegg jeweils in der zweiten Ausgabe des Monats über aktuelle Gartenaspekte.

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