Eine Welt für Gross und Klein

Möriken-Wildegg Der Schotterplatz an der Hornimattstrasse 22a in Wildegg ist weit mehr als eine Modelleisenbahnanlage in Spur G. Auf über 1000 Quadratmetern gibt es viel zu entdecken. Er widerspiegelt typische Landschaftsbilder der Schweiz. Der prominente Berg in der Mitte der Anlage mit der Zahnradbahn und den Kehrtunneln ist jedesmal ein besonderer Blickfang für die Besucherinnen und Besucher.

Die fünf Simulatorstationen waren dauernd besetzt.Foto: PW

Die fünf Simulatorstationen waren dauernd besetzt.Foto: PW

Kurz entspannen: Marco Suter geniesst die Publikumstage.Foto: PW

Kurz entspannen: Marco Suter geniesst die Publikumstage.Foto: PW

Weichenstellung mit viel Kraft: Patrick Burkard (rechts) legt selbst Hand an unter der Aufsicht von Daniel Aeschbacher. Foto: Peter Winkelmann

Weichenstellung mit viel Kraft: Patrick Burkard (rechts) legt selbst Hand an unter der Aufsicht von Daniel Aeschbacher. Foto: Peter Winkelmann

Die Sommerhitze ist vorbei, der Herbst ist da und bald die kältere Jahreszeit. Genau richtig für einen Besuch im Schotterplatz. Die Publikumstage sind am letzten Sonntag, 4. Oktober, erfolgreich gestartet. Am Eingang befindet sich der Billettschalter, und jede Besucherin und jeder Besucher erhält ein echtes Kartonbillett. Dieses wird geknipst, und dann geht es los in eine Welt mit unterschiedlichsten Massstäben: der Dampflok E 3/3 Nr. 456 NOB der Seetalbahn, einem Waggon der Wengernalpbahn, einem echten Stellwerk und vielem mehr, was das Herz von Eisenbahnfans begeistert.

Seit etwa einem Jahr stehen fünf Simulatoren bereit, mit denen die Besuchenden selbst einen Zug auf der Strecke von Brugg nach Wildegg führen können. Alle waren dauernd besetzt, kleine und grosse Lokführerinnen und -führer bedienten den Steuerknüppel manchmal zu fest, und der Zug donnerte viel zu schnell über die Bahngleise. Oder dann lockten die vielen Schaltknöpfe am Simulator, sodass gar nichts mehr ging. «Ich muss immer wieder vorbeischauen und helfen», sagte Marco Suter, Gründer und Leiter des Schotterplatzes.

Spannende Führungen gut besucht

Es gibt viel zu erklären und aufzuzeigen im Schotterplatz. So auch am Sonntag um 11.15 Uhr, als der Bahnhofsprecher die Besuchenden aufforderte, beim Stellwerk Platz zu nehmen. Dort stand Daniel Aeschbacher, selbst langjähriger erfahrener SBB-Angestellter, der den Anwesenden erklärte, wie früher die Weichen von Hand und mit viel Kraft auf jedem Bahnhof gestellt wurden. Die Familie Burkard aus Villmergen war an diesem Morgen anwesend, und Vater Patrick liess es sich nicht nehmen, selbst Hand anzulegen.

Marco Suter ist froh, dass im Verein Freunde Schotterplatz viele Freiwillige mitmachen und er stets auf sie zählen kann, so wie Daniel Aeschbacher am Billettschalter oder die Mithelfenden im Bistro, wo sich die Besuchenden nach der Besichtigung stärken und das Erlebte bei einem kühlen Getränk oder bei Kaffee und Kuchen verarbeiten können. «Es sind die, die dafür sorgen, dass der Schotterplatz solche Personentage, aber ebenso Führungen und Workshops ermöglichen kann», meinte Marco Suter und freute sich über neue Mitglieder oder Gönner. Wer sich berufen fühlt, im Verein mitzuwirken, kann sich über die Homepage schotterplatz.ch genau informieren, hier sind ausserdem die weiteren Publikumstage für die kommenden Monate zu finden. Der nächste Publikumstag findet am Samstag, 17. Oktober, von 10 bis 17 Uhr statt. Und wie der erste Publikumstag nach den Sommerferien gezeigt hat, lohnt sich der Blick auf die Homepage schon deswegen, weil die Billette online vorbestellt werden können, da der Besucherandrang doch immer recht gross ist.

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