Eine Hauptübung zum Staunen

Ammerswil Ein zerstörtes Auto und ein Brand in einem alten Bauernhaus lockten viele Zuschauerinnen und Zuschauer ins Zentrum von Ammerswil. Doch keine Sorge: Das Ereignis war Teil der alljährlich stattfindenden Feuerwehr-Hauptübung der Regio-Feuerwehr Lenzburg.

Bis eine Person gerettet werden kann, muss erst das halbe Auto zerlegt werden. Foto: Peter Winkelmann

Bis eine Person gerettet werden kann, muss erst das halbe Auto zerlegt werden. Foto: Peter Winkelmann

Die rote Kuh sorgte für ein Raunen: Der Atemschutztrupp kam zum Erstaunen der Zuschauer mit einer Kuh aus dem Stall.Foto: Peter Winkelmann

Die rote Kuh sorgte für ein Raunen: Der Atemschutztrupp kam zum Erstaunen der Zuschauer mit einer Kuh aus dem Stall.Foto: Peter Winkelmann

Die diesjährige Hauptübung fand am letzten Samstag, 26. Oktober, mitten in Ammerswil statt. Der Verkehrsdienst sperrte die Hauptstrasse, denn beim Dorfplatz war ein Auto verunfallt, der Fahrer sass scheinbar verletzt noch am Steuer, jedenfalls war der Kopf blutverschmiert, aber die Person war ansprechbar.

Mit Spezialwerkzeugen wurde die Carrosserie aufgeschlitzt und das Dach entfernt, sodass der Verletzte durch den Sanitätstrupp gerettet und versorgt werden konnte. Alles klappte superschnell und reibungslos, denn kurz danach gesellte sich der Verletzte unter die Schaulustigen.

Vertrauen in die Feuerwehr ist wichtig

Entlang der Hauptstrasse und rund um den Dorfplatz standen die Zuschauer, Eltern und Kinder staunten über das Gebotene, dazwischen Feuerwehrleute aus den benachbarten Feuerwehren Maiengrün, Rietenberg und Seon-Egliswil. Oberleutnant Serge Richner hielt die Anwesenden auf dem Laufenden. Er umschrieb jede Aktion, sei es zuerst am Unfallort mit dem Auto oder im zweiten Teil der Hauptübung beim Brand in einer Scheune und mit Rettungen von Bewohnern mit der Drehleiter. Aus der Scheune mit Stall drang Rauch, der Atemschutz war schnell vor Ort und zum Erstaunen der Zuschauer kamen sie bald darauf mit einer Kuh und einer Ziege aus der Scheune. Dank der Drehleiter konnten Personen über das Dach gerettet werden, bevor der Scheunenbrand mit viel Wasser gelöscht werden konnte.

Es war eine kurze, aber intensive und mit viel Einsatz geführte Hauptübung. Bemerkenswert bei den Ausführungen von Richner war das Wort «Funkloch in Ammerswil», was denn auch immer wieder ein Schmunzeln und Raunen bei den Anwesenden auslöste. Frau Gemeindeammann Katharina Engeler bedankte sich zum Abschluss der Hauptübung bei allen Beteiligten der Regio-Feuerwehr und stellte sicher, dass trotz dieses Funkloches die Rufnummer 118 auf jeden Fall immer funktioniere.

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