Bau einer Kinderbetreuungseinrichtung entspricht einem grossem Bedürfnis

Kita mit zwölf Plätzen: Sie soll auch Kindern aus umliegenden Gemeinden offenstehen, Vorrang haben jedoch Auensteiner Kinder. Foto: zvg
Kita mit zwölf Plätzen: Sie soll auch Kindern aus umliegenden Gemeinden offenstehen, Vorrang haben jedoch Auensteiner Kinder. Foto: zvg

Auenstein Vor einigen Jahren startete der Gemeinderat im Rahmen der Gesetzesänderung «Gesetz über die familienergänzende Kinderbetreuung (KiBeG)» eine Bedarfsanalyse zur familienergänzenden Kinderbetreuung. Diese ergab, dass zwar ein Bedürfnis, aber kein Bedarf bestehe. Dies hat sich in der Zwischenzeit geändert. Die Anfragen seien explodiert, sagte die damalige Gemeinderätin Isabelle Schmed, die für das Ressort Soziales zuständig war, letzten Sommer. Sie führte dies unter anderem auf die Neubautätigkeit zurück, die junge, berufstätige Eltern anzieht.

Die Gemeinde Auenstein trägt dieser gestiegenen Nachfrage nach familienergänzender Betreuung Rechnung und lässt jetzt neben der Schule Bündte eine Kinderbetreuungseinrichtung erstellen, in welcher Kita, Tagesstrukturen, Mittagstisch und Spielgruppe unter einem Dach angeboten werden. Betrieben werden soll diese vom Verein Erziehung und Bildung (VEB). Er wird die Räumlichkeiten zu einem Jahresmietzins von 28800 Franken mieten.

Ein Modulbau wird errichtet

Ursprünglich wollte die Gemeinde eigentlich eine bestehende Liegenschaft kaufen. Sie fand jedoch nichts Geeignetes in Schulnähe und so wurde entschieden, einen Modulbau zu errichten. Vergangenen Juni hat die Gemeindeversammlung den Baukredit von 850000 Franken bewilligt und die Ortsbürgerversammlung war damit einverstanden, das ihr gehörende Land im Baurecht zu vergeben. Im Januar wurde dann die Baubewilligung erteilt. Die Bauarbeiten haben Mitte April begonnen. Gebaut wird die Kinderbetreuungseinrichtung von einer Arbeitsgemeinschaft der Birchmeier Bau AG und der DM Bau AG. Ebenfalls beteiligt sind die Treier AG, die Elektro H. Frei AG und die A. Haller AG. Es sollen etwa 500 Quadratmeter Grund- und 200 Quadratmeter Nutzfläche geschaffen werden.

«Die Kinder sollen sich in den zweckmässig angeordneten und eingerichteten Räumen wohl fühlen», erklärt Gemeinderat Pascal Jordi. Es solle auch nichts «Steriles» entstehen, fügt er an. «Das Farbkonzept wurde entsprechend definiert und zusammen mit dem Betreiber ausgewählt.»

Wert wird auch darauf gelegt, dass sich die Bauten neben dem bestehenden Mehrzweckgebäude Bündte gut einordnen, entsprechend werden sie eine ähnliche Fassade haben. Falls zusätzlicher Platzbedarf entsteht, lassen sich die Bauten auch aufstocken. Mit einem geplanten Wärmeverbund an die bestehende Holzschnitzelheizung des Mehrzweckgebäudes Bündte wird auch dem Nachhaltigkeitsgedanken Rechnung getragen.

Gleichberechtigung fördern

Durch die Kinderbetreuungseinrichtung soll Auenstein als attraktiver Wohnort bestätigt und gestärkt werden. «Familien sind die Grundlage für ein gesundes Wachstum einer Gemeinde. Neben sozialpolitischen Themen stehen auch gesellschaftliche Aspekte im Raum. Der Gemeinderat sieht in der Kinderbetreuungseinrichtung die Möglichkeit, die Gleichberechtigung zu fördern. Die Vereinbarkeit von Familie und Arbeit oder Ausbildung wird verbessert. Ebenso soll eine bessere Verteilung der Altersstruktur über die Bevölkerung erreicht werden», erklärt Pascal Jordi.

Geplant ist, dass der Betrieb zum Start des Schuljahres 2022/2023 aufgenommen wird. Anmeldungen für die Kinderbetreuungseinrichtung nimmt der VEB entgegen. «Wir haben bereits Anmeldungen ab Sommer erhalten», sagt die Geschäftsführerin des VEB, Stefanie Anderegg. Weitere Informationen gibt es unter www.auenstein.ch oder unter www.veb-aargau.ch.

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