Ansteckende Vorfreude auf «Eine Nacht in Venedig»

Möriken-Wildegg Noch liegt die Premiere in weiter Ferne, doch schon jetzt grassiert in Möriken das Operettenfieber. Davon zeugte die grosse Beteiligung am Informationsabend.

Zur Einstimmung: Simon Burkhalter, Renato Botti, Monika Käch und Andrea Hofstetter machten die Anwesenden am Informationsabend mit einem musikalischen Ausschnitt aus der Operette «Eine Nacht in Venedig» auf die Produktion gluschtig. Foto: Hanny Do
Zur Einstimmung: Simon Burkhalter, Renato Botti, Monika Käch und Andrea Hofstetter machten die Anwesenden am Informationsabend mit einem musikalischen Ausschnitt aus der Operette «Eine Nacht in Venedig» auf die Produktion gluschtig. Foto: Hanny Dorer

Für den Neustart nach der corona-bedingten Zwangspause hat sich die Operette Möriken-Wildegg wieder einmal für ein Werk von Johann Strauss entschieden, und zwar für eine seiner berühmtesten Operetten, nämlich «Eine Nacht in Venedig», wie Produktionsleiter Marc Frey erläuterte. Das gleiche Stück wurde in Möriken bereits 2003 mit grossem Erfolg aufgeführt.

Er habe jetzt ja zwei Jahre Zeit gehabt, sich das Bühnenbild zu überlegen, flachste der für Regie und Bühnenbild zuständige Simon Burkhalter. Voller Begeisterung erläuterte er das geplante Bühnenbild, das nicht aus einer Brücke, sondern aus einer Stadt mit verschiedenen Treppen besteht. Kernstück wird eine Drehbühne sein, die auf zwei Ebenen rasche Szenenwechsel erlaubt. «Das Stück ist sehr verworren. Deshalb haben wir eine eigene neue Fassung erarbeitet, um die Geschichte etwas aufzuschlüsseln – aber ohne Abstriche zu machen», erläuterte Burkhalter. Realisiert wird das Ganze mit einem grossen Chor, Ballett, Kindern und einem 26-köpfigen Profi-Orchester.

Anspruchsvolle Choreografie

Die verschiedenen Ebenen und die Treppen sind für die Choreografin Gizella Erdös eine Herausforderung. Diverse Tänze sind geplant, darunter auch eine Tarantella. «Ich freue mich auf diese Arbeit», sagt sie und man spürt ihr die Begeisterung über die anspruchsvolle Aufgabe an.

Die für die Kostüme zuständige Manon Criblez zeigte ihre Skizzen für die geplanten üppigen, ausladenden und sehr bunten Kleider. Es brauchte nicht viel Fantasie, um sich sogleich ein farbenprächtiges Bühnenbild vorzustellen.

Für die Maske ist Fredi Schmid mit seinem Team zuständig. «Die Maske und die Frisuren werden den Kostümen angepasst, aber auch dem Charakter der Personen, damit sie authentisch sind», umschreibt er seine Aufgabe.

Die musikalische Gesamtleitung liegt in den Händen von Renato Botti, der vom Co-Leiter Ramin Abbassi unterstützt wird. Der Regisseur Simon Burkhalter kann auf die Regieassistenz von Yves Ulrich zählen. Insgesamt werden rund 220 Personen – einschliesslich Soli und Orchester – im Einsatz sein. Sie singen im Chor oder sind in Vorverkauf, Abendkasse, Maske, Bühnenmannschaft, Platzanweisung, Garderobe, Cüplibar, Kaffeestube oder Verkehrsdienst tätig.

Wieder mit Operetten-Restaurant

Von vielen Besuchern sehr geschätzt wird es jeweils, vor oder nach der Vorstellung leckere Speisen und einen guten Tropfen zu geniessen. Das Operetten-Restaurant im Untergeschoss bietet rund 90 Plätze.

Im Saal gibt es auf beiden Seiten Logenplätze mit je vier bis sechs Sitzplätzen, einem Tischchen, Abschrankungen und Getränkeservice.

«Eine Nacht in Venedig». Operette von Johann Strauss. 20 Aufführungen vom 21. Oktober bis 1. Dezember im Gemeindesaal Möriken. Vorverkauf startet am 1. Juli.

Die Solisten

Flurina Ruoss, Anina

Raimund Wiederkehr, Caramello

Arndt Krüger, Herzog Urbino

Stefanie Frei, Ciboletta

Erwin Hurni, Pappacoda

Andrea Hofstetter, Barbara Delaqua

Niklaus Rüegg, Senator Delaqua

Monika Käch, Agricola

Yves Ulrich, Enrico, Testacchio, Balbi.

(do)

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