40-Jahr-Jubiläum gefeiert

Niederlenz Das Alterszentrum «Am Hungeligraben» ist in jeder Beziehung bemerkenswert. Es wurde gegen den Willen des Kantons gebaut, in zwei Bauetappen erweitert und ein Mitarbeitender der ersten Stunde feiert am 1. November sein 40. Dienstjubiläum.

40 Jahre Hungeligraben: Diese vier Personen prägten die Geschichte des Alterszentrums – Thomas Loew, Fabio Morri, Ursula Schaffner und Maurice Humard.Foto: Peter Winkelmann

Urs Fischer, Präsident des Vereins Altersbetreuung Niederlenz (VAN), ging in seiner Ansprache zur 40-Jahr-Jubiläumsfeier kurz auf die Entstehungsgeschichte ein. Bereits am 25. November 1966 wurde ein Verein für ein Alterswohnheim gegründet. Der Verein Altersbetreuung Niederlenz wurde 1976 in der heutigen Form aus der Taufe gehoben.

Gestartet wurde mit 12 Alterswohnungen in der Mühle oberhalb der Gemeindeverwaltung. Anfang der 80er-Jahre wurde der Beschluss gefasst, ein Alters- und Pflegezentrum zu bauen. Es gab viel Widerstand. Finanzen waren ein Thema und dem Kanton passte ein Alterszentrum in der vorgesehenen Grösse resp. Kleine nicht ins Konzept. Trotz aller Widerstände konnte das Alterszentrum im Jahr 1984 eröffnet werden. 1997 wurde der erste Erweiterungsbau in Betrieb genommen und im Jahr 2014 folgte die Erweiterung Nord.

Ursula Schaffner war 30 Jahre lang als Heimleiterin tätig. Zu Beginn hatte das Heim nur 19 Zimmer und auch die Heimleiterin wohnte im Zentrum. Vieles war viel kleiner und familiärer. Im Jahr 2014 fand die Stabsübergabe an Maurice Humard statt. Bei der Übernahme als Zentrumsleiter war er bereits 20 Jahre für das Alterszentrum tätig. Im Jahr 2020 trat er in den Ruhestand und Thomas Loew ist seither Zentrumsleiter.

Mann der ersten Stunde

Und dann bat Urs Fischer Fabio Morri auf die Bühne. Morri feiert am 1. November sein 40-Jahr-Dienstjubiläum im Alterszentrum, ist also ein Mann der ersten Stunde. Morris Freude war gross, als er 1984 einen Monat nach seinem 20. Geburtstag seine Arbeit im Alterszentrum beginnen durfte. Sein Arbeitsplatz war in der Küche und im Speisesaal, er half aber auch in anderen Arbeitsbereichen mit.

Festwochenende mit vielen Extras

Am Samstag wurde der Koffermarkt mit vielen Marktständen durchgeführt, umrahmt durch die «Örgeli-Chutze Freiamt. Am Sonntagmorgen fand ein Gottesdienst statt und am Sonntagnachmittag folgte der Höhepunkt mit dem weltweit bekannten Cellokünstler Christoph Croisé und seiner Kollegin Oxana Shevchenko am Piano. Mit ihrer Virtuosität auf den Saiten wie auf den Tasten begeisterten sie das Publikum. Die Freude war gross und so kam den letzten Worten von Fischers Rede noch mehr Bedeutung zu: «Trotz vielen Veränderungen soll der ‹Hungeligraben› ein Ort bleiben, an dem es den betagten Menschen wohl ist».

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