«160 Sekunden mit»: Neues Format im Staufen-Blog

Staufen Um transparent zu kommunizieren, gibt es seit einigen Jahren einen Online-Blog im Dorf. Neu gibt es dort kurze Videos mit Mitarbeitenden der Gemeinde und Menschen, die sich für das Dorf einsetzen, zu sehen.

160 Sekunden mit Renato Wölfli: In kurzen Videos werden Mitarbeitende der Gemeinde und Menschen, die sich für Staufen engagieren, vorgestellt. Foto: zvg
160 Sekunden mit Renato Wölfli: In kurzen Videos werden Mitarbeitende der Gemeinde und Menschen, die sich für Staufen engagieren, vorgestellt. Foto: zvg

Keine andere Aargauer Gemeinde hat in den vergangenen Jahren so stark zugelegt wie Staufen: Seit 2014 wuchs die Bevölkerung um 40 Prozent an. Hauptgrund für diesen Anstieg dürfte der Bauboom der vergangenen Jahre sein, aber auch die gute Verkehrsanbindung an die Region, der Steuerfuss sowie die flächendeckende Einführung von Tempo 30 vor über zehn Jahren.

Die steigende Einwohnerzahl stellte die Gemeinde aber auch vor neue Herausforderungen; etwa die frühzeitige Planung von Infrastrukturbauten, die Schulhaussanierung oder den Bau des neuen Kindergartens oder der neuen Sporthalle.

Um letztgenanntes Grossprojekt transparent zu kommunizieren, rief Gemeinderat Gallus Zahno kurz nach seinem Amtsantritt 2019 einen Online-Blog ins Leben. «Ich wollte das Sporthallenprojekt von Anfang an persönlich und direkt kommunizieren und der Bevölkerung die Möglichkeit geben, Fragen zum Projekt zu stellen.» Der Blog kam an. So gut, dass er nach einigen Monaten auf andere Projekte der Gemeinde ausgeweitet wurde. Mittlerweile wird der Blog «5603 Staufen» vom Gemeinderat gemeinsam als offizielles Kommunikationsorgan genutzt. Monatlich erscheinen zwei bis drei Beiträge zu aktuellen Themen, Projekten und Anlässen im Dorf. «Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung des Blogs. Wir erhalten viel positives Feedback und Kommentare auf gutem Niveau – wir möchten den Blog nicht mehr missen», so Zahno.

Viele Klicks fürs erste Video

Nun stellt Zahno ein neues Format vor: kurze Videos von Mitarbeitenden der Gemeinde und Menschen, die sich für Staufen engagieren.

Den Anfang gemacht hat Renato Wölfli vom Bauamt. Wölfli arbeitet seit zwei Jahren für die Gemeinde und geht in seinem Beruf voll auf, wie er im Video erzählt. «Es gibt eigentlich nicht viel, was mir keinen Spass macht», beginnt er und erzählt von seinen Tätigkeiten als Werkhofmitarbeiter. Besonders Eindruck gemacht habe ihm sein erster Winter: Im Januar 2021 fielen innerhalb kürzester Zeit rund 40 Zentimeter Schnee. «Das war schwierig.» «Danke für den Einblick und die wichtige Arbeit, die oft zu wenig Wertschätzung bekommt», schreibt eine Blog-Besucherin als Kommentar. Genau das war die Idee hinter dem neuen Format: «Wir möchten die Menschen zeigen, die vor und hinter den Kulissen der Gemeinde arbeiten», erklärt Zahno. Gerade weil Staufen in den letzten Jahren so stark gewachsen sei, sei es wichtig, den Menschen ein Gesicht zu geben. Man erhoffe sich, mit den Videos trotz Wachstum eine bürgernahe, persönliche Gemeinde zu bleiben.

Die Videos kommen an: Wölflis Video wurde bereits über 250-mal angeklickt. «Ich wurde mehrmals positiv auf das neue Format angesprochen, die Leute freuen sich bereits auf das nächste Video. Diese positive Erwartungshaltung ist toll», so Zahno. Erscheinen sollen die Videos in loser Folge, beim nächsten Mal stellt sich die neue Sporthallen-Hauswartin Jasmin Peterle vor.

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