Mit Loki, Thor und der Pfadi durch die Stadt

Die Wölfe zeigen den Schnuppernden ihren Ruf.Foto: Debora Hugentobler

Lenzburg Über 350 Pfadiabteilungen in der ganzen Schweiz, darunter 26 Gruppen im Kanton Aargau, luden am Samstag dazu ein, die Pfadi hautnah zu erleben. Am nationalen Pfadi-Schnuppertag gestaltete auch die Pfadi Gofers Lenzburg einen eindrucksvollen Schnuppernachmittag.

Interessierte Kinder und Jugendliche im Alter von 4 bis 16 Jahren hatten die Möglichkeit, Pfadiluft zu schnuppern und die verschiedenen Facetten des Pfadilebens kennen zu lernen. Das Programm für den Schnuppertag wurde von jeder Abteilung individuell gestaltet, wobei pfaditypische Aktivitäten nicht fehlen durften.

50 angemeldete Kinder

Um 14 Uhr trafen sich Biber und Wölfe vor dem Pfadiheim Lenzburg. In der Biberstufe, mit Kindern von 4 bis 6 Jahren, kamen 19 Anmeldungen zusammen. Bei den Wölfen, den Kindern zwischen 6 und 10 Jahren, waren es ganze 27 Anmeldungen. Die 10- bis 14-Jährigen in der Pfadistufe zählten 4 angemeldete Kinder. Die meisten Kinder würden laut Julia Dammann, Stufenleiterin Wolfsstufe, im «Wolfsalter» mit der Pfadi starten.

Schnitzeljagd mit nordischen Göttern

Dem Quartalsthema Mythologie folgend waren die Stufenleiterin und ihr Leiterkollege mit Wikingerhelmen unterwegs. Als Götter der Wikinger Loki und Thor machten sie sich mit den Kindern der Wolfsstufe auf die Suche nach ihrem verschwundenen Göttervater Odin. Zuerst aber heizten jene Wölfe, die bereits Mitglieder der Pfadi sind, die Stimmung mit dem lauten Pfadiruf an. Dann wurde es ernst: Die Schnitzeljagd führte fünf Gruppen mit je zwei Leitungspersonen durch verschiedene Orte in Lenzburg. Nachdem sie in der Altstadt die verschiedenen Spuren verfolgt hatten, schafften es Loki und Thor mithilfe der Kinder, Odin wiederzufinden. Als Dankeschön beschenkte Odin die Kinder mit einem Zvieri. Wie er genau verschwunden war, wurde noch nicht herausgefunden – dort geht die Sage am kommenden Samstag weiter.

Auch die Biberstufe habe gemäss Pfadileiterin einen schönen Nachmittag verbracht. Gestartet wurde mit dem Bananenfangis. Nachdem die jüngsten Pfadfinder viele verschiedene Spiele kennen gelernt hatten, versammelten sich alle Stufen um 16.30 Uhr wieder beim Pfadiheim für einen gemeinsamen Abschied.

Pfadi ist mehr als ein Abenteuer in der Natur

Die Pfadibewegung Schweiz wuchs in den letzten Jahren auf rund 51000 Mitglieder. Davon zählen über 2800 Mitglieder zu der Pfadi Aargau. Die Pfadi biete ein nach Altersstufen gegliedertes, ganzheitliches Freizeitprogramm an. Neben Spiel und Spass in der Natur würden die Kinder auch Freundschaften fürs Leben finden und viele neue Fähigkeiten erwerben. Regelmässige Aktivitäten organisieren die ehrenamtlichen Leiterinnen und Leiter, welche zwischen 16 und 24 Jahre alt sind. Eindrücke des Schnupperanlasses verschiedener Pfadigruppen sind in den sozialen Medien unter dem Hashtag #pfadischnuppertag zu finden. (DHu)

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