Für Spätzünder: Tulpen im Winter pflanzen
Gartentipp

Tulpen, Narzissen- oder Hyazinthenzwiebeln sollten bis spätestens im November gepflanzt werden. Wer zu spät ist, kann den Rückstand noch bis im Februar nachholen. Die Zwiebel muss dazu jedoch folgende Voraussetzungen erfüllen: Sie ist gesund, nicht ausgetrocknet und fühlt sich nicht faul an. Zudem sollte die Tulpenzwiebel nicht älter als ein Jahr alt sein.
Für eine erfolgreiche Nachpflanzung im Winter ist folgende Vorbereitung zentral: Die Zwiebel sollte rund sechs Wochen bei Temperaturen unter 10 Grad gelagert werden. Wichtig ist eine luftdurchlässige Verpackung. Dieser Kältereiz ist entscheidend für die spätere Blütenbildung.
Tulpenzwiebeln richtig nachpflanzen
Warten Sie nun auf einen frostfreien Tag, an dem der Boden nicht gefroren und auch nicht vernässt ist. Lockern Sie den Boden; reines Lochgraben wie beim Pflanzen im Herbst genügt in der kalten Jahreszeit nicht mehr. Verdichteter, schwerer Boden kann mit Sand verfeinert werden
Pflanzen Sie die Zwiebel doppelt so tief, wie sie hoch sind. Aufgepasst, falls die Zwiebel schon zart austreibt: Die filigranen Spitzen sollten nicht abgebrochen werden. Nach dem Einpflanzen empfiehlt sich eine dünne Mulchschicht aus Laub oder anderem organischem Material, damit später Frost den zarten Trieben nichts anhaben kann.
Ist der Gartenboden zu hart gefroren, können die Zwiebeln auch in Töpfe oder Tröge mit hochwertiger Erde gepflanzt und an einem geschützten Ort aufgestellt werden.
Tipp für ganz Eilige: Gartencenter bieten jetzt vorgetriebene Zwiebelblüher in Töpfen an. Sie stammen aus mässig-kühlen Gewächshäusern und haben damit den Kältereiz schon hinter sich. Dennoch sollten die Pflänzchen langsam an die winterlichen Aussentemperaturen herangeführt werden. Bei drohendem Frost vorübergehend geschützt aufstellen.
«Gartentipp». Hier schreiben Mitarbeiterinnen der Schlossgärtnerei Wildegg jeweils über aktuelle Gartenaspekte.



