Seoner Gemeinderat plant eine Geschäftsführung

Seon Die Gemeinde will die Verwaltungsführung neu organisieren. Eine externe Ausschreibung der Stelle ist nicht vorgesehen.

Auf der Kanzlei der Seetaler Zentrumsgemeinde kommt es zu strukturellen Veränderungen.Foto: Chris Iseli
Auf der Kanzlei der Seetaler Zentrumsgemeinde kommt es zu strukturellen Veränderungen.Foto: Chris Iseli

Nach den Gesamterneuerungswahlen im vergangenen September präsentiert die Gemeinde Seon auf ihrer Homepage die Legislaturziele 2026 bis 2029. Darin teilt der Gemeinderat mit, welches die politischen und strategischen Schwerpunkte für die nächste Amtsperiode sind.

Interesse weckt dabei ein Plan, der unter dem Kapitel «Präsidiales» zu finden ist und die künftige Zusammenarbeit zwischen der Politik und der Verwaltung beschreibt. Ziel sei eine gute, offene und lösungsorientierte Zusammenarbeit zwischen den beiden Parteien, bei der die Rollen und Verantwortlichkeiten klar definiert und transparent geregelt sind, heisst es in dem Dokument. «Die strategische Führung liegt beim Gemeinderat, während die operative Führung durch eine neu einzuführende Geschäftsleitung wahrgenommen wird, welche die Gemeinde koordiniert und führt.»

Die Kompetenzen, Zuständigkeiten und Entscheidungsspielräume der neuen Geschäftsleitung sollen in einem verbindlichen Geschäfts- und Kompetenzreglement festgehalten werden. Regelmässige strukturierte Sitzungen sowie klar definierte Schnittstellen und Entscheidungsprozesse zwischen Geschäftsleitung, Führungskräften und Gremien sollen eine effiziente Steuerung sicherstellen.

Gmeind entscheidet nicht über die Stelle

Derzeit wird die Gemeindeverwaltung noch im Verwaltungsmodell geführt, bestätigt Ammann Peter Siegenthaler. «Die konkrete Ausgestaltung des neuen Modells befindet sich derzeit in Bearbeitung.» Die Entscheidung für das neue Führungsmodell sei im Dezember 2025 bei einem Workshop gefallen, an dem der Gemeinderat und Kadermitglieder der Verwaltung teilnahmen.

Eine externe Ausschreibung der Stelle ist derweil nicht vorgesehen: «Im Grundsatz wurde entschieden, die künftige Geschäftsleitung aus bestehenden, erfahrenen Kadermitgliedern aus der Gemeindeverwaltung zu bilden», so Siegenthaler. Damit setze der Gemeinderat bewusst auf Kontinuität, Fachkompetenz und das vorhandene Know-how innerhalb der Organisation. Die Gemeindeversammlung wird derweil nicht über die neue Geschäftsleitung entscheiden, da die Funktion durch bereits angestellte Mitarbeitende übernommen wird. Noch geprüft wird, ob eine Assistenzperson für das neue Führungsmodell erforderlich sein wird, so der Gemeindeammann.

Noch keine Auskunft gibt der Ammann zur finalen Stellenbeschreibung: «Die Details zur organisatorischen Ausgestaltung – insbesondere Aufgaben, Zuständigkeiten und Pensen – werden aktuell im überarbeiteten Geschäfts- und Kompetenzreglement festgelegt. Dieses befindet sich zur Qualitätssicherung in externer fachlicher Prüfung.» Sobald die Prüfung abgeschlossen sei, werde die Bevölkerung informiert. «Eine nächste Gelegenheit dazu bietet der Politapéro im Mai», sagt Siegenthaler. Das Geschäfts- und Kompetenzreglement wird aber auch künftig nicht einsehbar sein, da es sich um ein verwaltungsinternes Führungsinstrument handle. «Solche Dokumente werden üblicherweise nicht veröffentlicht, da sie primär interne Abläufe und Zuständigkeiten regeln.»

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