Hundezentrum Le-Na sucht ein neues Zuhause

Möriken-Wildegg Es ist ein schwerer Schlag für Noelle Loosli: Weil ihr Mietvertrag gekündigt wurde, muss sie ein neues Plätzchen für ihr Hundezentrum suchen. Kein leichtes Unterfangen.

Sucht ein neues Plätzchen für ihre Hundepension: Die 34-jährige Hundetrainerin Noelle Loosli.Foto: Romi Schmid

Es herrscht Idylle an der Hellgasse 10 in Wildegg. Gleich vor der Haustür toben die Hunde im Garten fröhlich herum, jagen sich im Kreis, wedeln quietschfidel mit der Rute.

Doch die Idylle trügt: Im August flatterte ein Kündigungsschreiben auf den Tisch von Noelle Loosli, die hier eine Hundepension betreibt und täglich bis zu zehn Hunde betreut. «Anscheinend gab es für die Wohnung nie eine Baubewilligung, deshalb müssen wir per Ende Dezember raus», so die 34-Jährige. Mit Leidenschaft, Hartnäckigkeit und Fleiss hat sich die gelernte Detailhandelsfachfrau während der Coronapandemie in der Tierbetreuung aus- und weitergebildet, ist heute zertifizierte Tierbetreuerin und Trainerin.

Seit 2020 betreibt sie eine Hundepension, zunächst an der Dorfstrasse in Möriken, seit Februar dieses Jahres an der Hellgasse 10 in Wildegg.

Schwierige Suche

Nach dem verarbeiteten Schock folgte die intensive Immobiliensuche. «Ich suche in Möriken-Wildegg oder der näheren Umgebung Räumlichkeiten im Industriequartier oder in einer Mischzone mit viel Grünfläche zum Toben und Spielen für die Hunde.» Kein leichtes Unterfangen: Bisher blieb die Suche erfolglos.

«Es ist schwierig, eine geeignete Immobilie zu finden. Daher habe ich Anfang November meine Kunden informiert, dass ich ab Januar keine Tages- und Ferienbetreuung mehr anbieten kann»», so Loosli.

«Es geht um meine Existenz»

Ab Januar wird die engagierte Hundetrainerin ihre bisherige Tätigkeit nur noch eingeschränkt ausüben – als Spazierdienst. «Dies ist derzeit die einzige Möglichkeit, weiterhin für die Kunden da zu sein und meine Firma, die ich in drei Jahren aufgebaut habe, nicht zu verlieren», betont Loosli, der die Ungewissheit schwer zusetzt.

Ihre grösste Sorge gilt der Zukunft ihrer Firma, sollte keine neue Liegenschaft gefunden werden. Auch Existenzängste plagen sie. Trotz der grossen Ungewissheit schwingt auch Zuversicht mit.

«Die Nachfrage nach qualifizierter Hundebetreuung ist in den letzten Jahren gestiegen. Ich hoffe darauf, dass die Akzeptanz in der Gesellschaft wächst und eine Hundepension nicht nur toleriert, sondern als echte Bereicherung im Dorf und in der Nachbarschaft geschätzt wird und ich bald etwas Geeignetes finde.»

Internet: www.hundezentrum-le-na.ch. E-Mail: info@hundezentrum-le-na.ch.

Weitere Artikel zu «Hauptartikel», die sie interessieren könnten

Hauptartikel21.02.2024

Bleibt das duale System langfristig zukunftsfähig?

Lenzburg Bleibt der Kanton Aargau beim 2007 eingeführten System mit Kantonspolizei und 15 Regionalpolizeistellen oder bildet er eine…
Hauptartikel21.02.2024

Mittelalter

Ich bin jetzt im mittleren Alter. Und da geschieht es regelmässig, dass ich bei der Zeitungslektüre ehemalige Schulkolleginnen und Schulkollegen entdecke.…

Zanderrolle und Edelmetall
Hauptartikel14.02.2024

Zanderrolle und Edelmetall

Egliswil Die Schweizer Köche staubten an der Berufsolympiade in Stuttgart einmal mehr ordentlich ab. Mittendrin stand Rebecca Pigoni. Die…