Erste Einzelausstellung seit neun Jahren
Lenzburg Neun Jahre lang organisierte die Kulturkommission keine Einzelausstellung mehr. Nun bringt diese eine ehemalige Lenzburger Künstlerin in die alte Heimat.

Mit «Durchsichten» kehrt die ehemalige Lenzburger Künstlerin Nina Meret Ates für eine Ausstellung in die Stadt zurück. Sie bereicherte Lenzburg zuletzt 2017 mit Installationen im Rahmen der Ausstellung «Transformator». Nun holt Werner Christen von der Kulturkommission sie erneut nach Lenzburg. «Ich verfolge Ninas Kunst schon lange», erklärt Christen. Als er ihre Ausstellung im Kanton Schwyz besuchte, inspirierte ihn diese zu einer Einzelausstellung. «Wir sehen in ‹Durchsichten› ein Format auf höchstem Niveau und ich bin froh, dass Nina zugesagt hat», so Christen.
«Hier passt einfach alles»
Die Ausstellung findet in den Räumlichkeiten des alten Bezirksgerichts statt. Zusätzlich entstehen zwei Installationen vor und hinter dem Gebäude. Der moderne Bau aus den Dreissigerjahren habe es ihr angetan. «Hier passt einfach alles», meint sie begeistert, während sie durch das Stockwerk führt.
Mit ihrer Kunst richtet sie den Blick der Betrachter auf wiederkehrende Formen und Organisationsprinzipien der Natur. Sie interessiert sich für Systeme und Regelmässigkeiten. Für ihre Gussarbeiten arbeitet sie mit Epoxidharz. Diese zeigen Wasserbewegungen von der Oberfläche bis in die tieferen Schichten. Jedes Werk ist einzigartig – von der Form bis hin zum Inhalt. Sie nennt diese «Weiher-Werke». Ebenso sind an den Wänden des ehemaligen Gerichts «Tagebuch-Bilder» angebracht. Bilder, die sie malt, sobald sie die Muse küsst. Anders als die Gussarbeiten entstehen die «Tagebuch-Bilder» spontan. «Ich male sie immer von zuhause aus.» Die Gemälde sind abstrakt gehalten und zeigen Strukturen und Ebenen.
Auftakt zur Ausstellung bildet der 27. August um 19 Uhr mit dem Konzert «unheART» mit Lea Magdalena Knecht und Barbara Terpoorten – dies in Zusammenarbeit mir den Musikalischen Begegnungen Lenzburg. Eine Vernissage im klassischen Sinne gibt es keine. Jedoch empfehlen Nina Meret Ates und Werner Christen besonders einen Besuch am 29. August. Dann findet der Empfang mit Kunsthistoriker Thomas Ruettimann statt. Dieser beginnt um 14 Uhr.



