Der Baustart vom neuen Oberstufenschulhaus ist erfolgt

Möriken-Wildegg Die Erweiterung der Schulanlage Hellmatt mit einem neuen Oberstufenschulhaus ermöglicht den Ausbau der Oberstufe von 10 auf 27 Abteilungen. Am letzten Mittwoch, 1. April, wurde die Zeitkapsel einbetoniert.

Die Vorfreude ist gross: Vertretungen aus den beteiligten Gemeinden freuten sich gemeinsam auf gutes Gelingen. Foto: Peter Winkelmann
Die Vorfreude ist gross: Vertretungen aus den beteiligten Gemeinden freuten sich gemeinsam auf gutes Gelingen. Foto: Peter Winkelmann

Mit der Aufhebung und der Verlegung der Bezirksschule in Schinznach in die Schulanlage Hellmatt braucht es mehr Platz für alle Schülerinnen und Schüler aus den Gemeinden Möriken-Wildegg, Auenstein, Brunegg, Holderbank, Niederlenz, Rupperswil, Schinznach, Thalheim und Veltheim. Es wurde eine klare Strategie für den nötigen Platzbedarf entwickelt: Die bestehende Turnhalle wurde unlängst abgerissen und mit dem Neubau des Oberstufenschulhauses gestartet. Das Siegerprojekt vom Architekturbüro gsj Architekten AG, Solothurn, soll auf das Schuljahr 2027/2028 fertig sein.

Monströses Projekt für die Gemeinde

Gemeindeammann Jeanine Glarner freute sich, dass sich so viele Vertreter aus den beteiligten Gemeinden zur Grundsteinlegung in der Hellmatt einfanden. Sie schaute nochmals kurz zurück auf den Ablauf der Schulraumplanung mit der Feststellung, dass das Projekt, das knapp 30 Millionen Franken kosten soll, bis zum heutigen Tag betreffend Zeit und Budget auf Kurs sei. Der Dank von Glarner geht speziell an die Baukommission mit Ex-Gemeinderat Beat Fehlmann und den jetzigen Gemeinderat Gerhard Widmer. Andrea Stampfli ist die federführende Architektin von gsj Architekten AG und meinte ergänzend zum kleinen Festakt: «Heute ist ein schöner Tag mit einem symbolischen Akt.» In der Zeitkapsel befinden sich nebst den Originalplänen kleine Gegenstände wie Bargeld oder ein USB-Stick, und diese sollen in vielleicht 60 Jahren, wenn wieder neu gebaut werden muss, an die heutige Zeit zurückerinnern. Der Neubau verfügt über eine flexible Grundstruktur mit grosszügiger Mittelzone, welche zukünftige Anpassungen der Schulorganisation ermöglicht. Im Erdgeschoss liegen die über zwei Ebenen erlebbare Eingangshalle als neues Zentrum der Oberstufe, Lehrerbereich, Musik- und Spezialräume. Im Ober- und im Attikageschoss sind insgesamt 17 Klassenzimmer und 8 Gruppenräume angeordnet, die untereinander kombinierbar sind. Im Untergeschoss befinden sich der Technik- und der Lagerbereich.

Nebst dem Neubau des Oberstufenschulhauses wird das bestehende Mehrzweckgebäude von 1985 mit minimalen Eingriffen für den gestalterischen Unterricht und als Aula sanft renoviert. Verbesserte Belichtung, ein neuer Lift und ein hindernisfreier Zugang, der Ersatz der Verglasung, die Dachdämmung sowie gezielte Verstärkungen von Tragwerk, Brandschutz und Sicherheit bringen das Gebäude technisch und energetisch auf den heutigen Stand, ohne die denkmalgeschützte Gesamtanlage aus den 1960er- und 1970er-Jahren zu beeinträchtigen.

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