Der Alte

Rolf Kromer

Vor fast zwölf Jahren trug der Titel dieser Kolumne «Der Neue». Es war meine erste. Das hier ist meine letzte. Ich bin vor Kurzem zu Redaktionsleiter Rinaldo Feusi an den Kronenplatz gegangen und habe gut gelaunt gekündigt. Veränderung tut gut und schafft Platz für Neues.

Damit endet für mich eine wichtige Ära. Vor zwölf Jahren war ich noch keine dreissig Jahre alt. Ich hatte keine Kinder, lebte oberhalb vom Museum Burghalde und war ledig. Meine geliebte Grossmutter lebte noch. Aber was erzähle ich Ihnen da: Sie wissen viel über mich, ich gab gerne viel Privates preis in dieser Kolumne.

Was sich in all den Jahren gleich blieb: Ich schrieb die Texte für diese Kolumne immer auf den letzten Drücker. Und dies, obwohl ich mir jedes Mal vornahm, sie früher zu schreiben. So sandte ich meine Kolumne jeweils sehr knapp an meine toleranten Chefs. Anfänglich war es Beatrice Strässle, dann Fritz Thut und jetzt ist es Rinaldo Feusi. Bei Fritz Thut hatte ich zwischenzeitlich mal gekündigt, er ermunterte mich aber, bis mindestens zu seiner Pensionierung weiterzuschreiben. Diesen Rat habe ich gerne befolgt.

Immer wieder schrieb ich über mein Leben in Lenzburg. Ich schrieb über den Töffklub Kerosin, das Jugendfest, Restaurants, Künstliche Intelligenz, Neujahrsblätter, Autos, Morgensport, Immobilien oder die Kindertagesstätte Purzelhuus. Die Stadt hat sich in dieser Zeit verändert. Das Stapferhaus zeigte seine Ausstellungen noch im Zeughausareal, die Bezirksschule war noch am Bleicherain, am Freischarenplatz gab es noch das KV. Anderes blieb erstaunlicherweise gleich. Der Bahnhof zum Beispiel.

Ich danke Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, für Ihre Lesezeit und die Reaktionen, über die ich mich immer besonders gefreut habe. Leben Sie wohl!

Rolf Kromer, Lenzburg

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