Alexandra Wohlfahrt: Kaum jemand kennt die «Krone» besser

Lenzburg Alexandra Wohlfahrt ist neue Geschäftsführerin der «Krone». Die bekannte Vollblut-Gastronomin will den Fokus auf vertiefte Zusammenarbeit mit regionalen Institutionen und den Einheimischen setzen – wie zu Gerbers Zeiten.

Alexandra Wohlfahrt ist die neue Direktorin der «Krone». Sie arbeitet schon seit 24 Jahren im Betrieb.Foto: zvg

Alexandra Wohlfahrt arbeitet seit vielen Jahren in der «Krone». Keine Türklinke, kein Sparschäler und kein Frottiertuch ist ihr unbekannt. Zur Welt gekommen ist sie in der DDR, wo sie auch ihre Ausbildung absolvierte. Als die Mauer fiel, wollte sie das Land für eine Saison verlassen. «Ich wollte meine frisch erhaltene Freiheit ausleben», meint sie. Sie hatte drei Vorstellungsgespräche in der Schweiz: in Zürich, in Luzern und in Lenzburg. Sie entschied sich für Lenzburg. Es war wohl die richtige Entscheidung. Aus einer Saison sind 24 Jahre geworden. Jede Stufe in der «Krone» absolvierte sie. Sie begann im Service, wurde schliesslich Chef de Service, absolvierte die Hotelfachschule in Deutschland, kam zurück. War dann zuständig für Events und Human Ressources und ist schliesslich Direktorin. Sie will einerseits die «Krone» nach Vorbild der Gerbers führen und andererseits nach den Anforderungen eines modernen, mittelständischen Unternehmens, um dem Gasthaus, das seit 1750 hier steht, gerecht werden.

Fokus auf Nähe zu den Gästen

Alexandra Wohlfahrt kennt die «Krone» als Familienbetrieb. Die letzten Wirte Käthi und Otto Gerber kannten jeden und alle kannten sie. Die Lenzburgerinnen und Lenzburger hatten über die Jahre ein Vertrauensverhältnis zum Lokal aufgebaut. Schliesslich wurde der Betrieb verkauft und es folgten einige Rochaden in den Chefetagen. «Das brachte nicht nur Gutes», meint Wohlfahrt. Die Nähe zur Stadt und zur Region sei damit etwas aus dem Fokus geraten. Als Direktorin wolle sie den Einheimischen wieder das Gefühl geben, in der «Krone» ein Zuhause zu haben. Vor allem über das Restaurant und die externen Anlässe soll das geschehen. «Hier wollen wir wieder höhere Präsenz zeigen.» Obschon die «Krone» auch ein Hotel ist, macht die Restauration gut 70 Prozent des Umsatzes aus. Das wolle man nutzen. Hierbei komme besonders zu tragen, dass man Teil der «Aargauhotels» sei. «Der wichtigste Partner der ‹Krone› sind die ‹Aargauhotels›. Dank der ‹Aargauhotels›-Gruppe werden regelmässig Investitionen im Unternehmen getätigt, ebenso haben wir auch viele Vorteile bei der Produktbeschaffung und der Mitarbeiterrekrutierung», erklärt die Geschäftsführerin. Die «Krone» arbeitet fast ausschliesslich mit regionalen Zulieferern und fokussiert sich auf saisonale Küche. Wer also noch Spargel möchte, pressiert besser. «Bald gibt es Wild», scherzt Alexandra Wohlfahrt.

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