Petition gegen Friedhoftor

Lenzburg Eine von 65 Personen unterzeichnete Petition verlangt, dass der Friedhof vom Rosengartenweg nicht mit einem «schweren blickdichten Stahltor» abgegrenzt werden soll. Man fürchtet eine Behinderung des Langsamverkehrs.

65 Unterschriften: Vor dem Rathaus wurde die Friedhoftor-Petition an Stadtammann Daniel Mosimann übergeben. Foto: Fritz Thut

65 Unterschriften: Vor dem Rathaus wurde die Friedhoftor-Petition an Stadtammann Daniel Mosimann übergeben. Foto: Fritz Thut

Blickdichter Zugang: Skizze aus dem Baugesuch für das Lenzburger Friedhoftor. Foto: zvg

Blickdichter Zugang: Skizze aus dem Baugesuch für das Lenzburger Friedhoftor. Foto: zvg

Stadtammann Daniel Mosimann nahm letzte Woche vor dem Rathaus von Initianten und Jugendlichen auf Trottinetten die Petition «für einen einladenden und durchlässigen Friedhofeingang Süd» entgegen. Er versprach, dass man sicher versuchen werde, «die verschiedenen Nutzungsbedürfnisse in Einklang zu bringen».

Hintergrund der Unterschriftensammelaktion ist ein Baugesuch der Einwohnergemeinde Lenzburg für die «Erneuerung der Eingangssituation» zum Friedhof Rosengarten vom Rosengartenweg her. Vielen Anwohnern ist ein Dorn im Auge, dass mit dem Vorhaben «eine wichtige und sichere Verbindung für den Langsamverkehr» von den neuen Quartieren rund um die Widmi in die Altstadt gekappt wird.

Einvernehmliche Lösung möglich

Kindergärtler, Schüler, aber auch Senioren nutzen diesen Parallelweg zur Ammerswilerstrasse, um sicher zum Unterricht oder zum Einkaufen zu gelangen. Dies geschieht auch mit Velos und Trottinetts. Während die Petitionäre den vorgesehenen Unterbruch als Obstruktion empfinden, schreibt die Abteilung Immobilien in der Stellungnahme zur Einwendung gegen das Baugesuch Folgendes: «Das Tor blockiert oder behindert den Fussgängerverkehr nicht, es unterbricht einzig gewollt die direkte Durchfahrt mit Fahrrädern und Trottinetts.»

Die Diskussion dreht sich schnell darum, wie stark ein Friedhof genutzt werden soll oder darf. Während die Petitionäre das Interesse des Langsamverkehrs dem «partikulären Bedürfnis des Friedhofs» übergeordnet empfinden, macht man im Stadtbauamt geltend, dass schon Reklamationen von Abdankungsbesuchern eingegangen seien. Auf Seiten der Massivtor-Gegner beruft man sich auf Aussagen von Pfarrpersonen, denen noch keine Klagen zu Ohren gekommen sind; man spricht hier hinter vorgehaltener Hand von einer von einem einzelnen Bürger inszenierten «Strafaktion».

Corinne Horisberger-Buri (FDP) machte die Petition an der Einwohnerratssitzung von letzter Woche zum Thema und sprach die Hoffnung aus, dass sich in diesem Fall doch noch eine einvernehmliche Lösung finden lässt. Genau wie der Stadtammann versprochen hat.

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