Leichtes Plus trotz steigender Pflichtausgaben
Finanzen Die Jahresrechnung 2025 schliesst mit einem Überschuss von 60 000 Franken ab. Hohe gebundene Ausgaben belasteten das Ergebnis, konnten jedoch durch Mehreinnahmen bei den Steuern teilweise aufgefangen werden.

Der Jahresabschluss der Einwohnergemeinde liegt unter dem budgetierten Überschuss von 289000 Franken. Gleichzeitig entwickelten sich die Steuererträge besser als erwartet. Vor allem bei den Quellensteuern und bei Sondersteuern ergab sich ein Mehrertrag von 1,2 Millionen Franken. Damit konnten Teile der höheren Pflichtausgaben kompensiert werden.
Wie in den vergangenen Jahren stiegen mehrere gebundene Ausgaben deutlich an. Die Restkosten für stationäre und ambulante Pflegefinanzierung, gesetzliche wirtschaftliche Hilfe sowie das Asylwesen lagen zusammen rund 2 Millionen Franken über dem Budget. Entlastungen ergaben sich beim Nettoaufwand der Regionalpolizei von 0,4 Millionen Franken. Zudem konnten Vorleistungen von 0,7 Millionen Franken für den Unterhalt von Kantons- und Gemeindestrassen Verpflichtungskrediten belastet werden.
Trotz dieser Entwicklungen weist die Rechnung eine hohe Selbstfinanzierung auf. Sie beträgt 5,6 Millionen Franken und liegt damit 0,6 Millionen Franken über dem Budget. Dadurch konnten 84 Prozent der Nettoinvestitionen von 6,7 Millionen Franken aus eigenen Mitteln gedeckt werden. Insgesamt investierte die Stadt 6,7 Millionen Franken in ihre Infrastruktur. Per 31. Dezember 2025 weist die Rechnung ein Nettovermögen von 2,9 Millionen Franken aus. Frau Vizeammann Christina Bachmann-Roth sagt: «Das Ergebnis liegt leicht unter dem Budget, ist aber weiterhin positiv. Trotz höherer Abschreibungen und Mehrkosten, die wir nicht beeinflussen konnten, zeigt sich dank Kostendisziplin und höherer Steuereinnahmen insgesamt eine solide finanzielle Entwicklung. Die zentrale Herausforderung ist, trotz begrenzter Mittel notwendige und sinnvolle Investitionen zu tätigen, ohne die Verschuldung unverhältnismässig zu erhöhen.»



