Der Maimärt überraschte mit Juniorenzuwachs

Maimärt Der traditionelle Lenzburger Maimärt glänzte wiederum mit vielfältigen Marktständen. Das Wetter war sonnig, die Auswahl gross – doch der grosse Ansturm blieb aus.

Der neunjährige Lionel rockte seinen Stand zusammen mit dem Grossvater.Foto: Debora Hugentobler

Der neunjährige Lionel rockte seinen Stand zusammen mit dem Grossvater.Foto: Debora Hugentobler

Das Team von «Dekogirlanden» und «bARTholdi» setzte auf Selbstgemachtes. Foto: Debora Hugentobler

Das Team von «Dekogirlanden» und «bARTholdi» setzte auf Selbstgemachtes. Foto: Debora Hugentobler

Wer am 14. Mai durch die Lenzburger Gassen schlenderte, traf ebenso auf altbekannte wie auch auf neue Marktstände. Das alljährliche Sortiment an Handyhüllen, Plüschtieren, Socken und Käppis durfte auch dieses Jahr nicht fehlen. «Pöschtele» konnten die Besuchenden auch Schmuck, Etuis, Putzmittel, Tassen, Hängematten, Schirme, Halstücher und Dekorationen. Wer hungrig war, verköstigte sich an einem der vielen Essensstände und wer sich spontan tätowieren lassen wollte, nahm wahrscheinlich das Angebot der Walk-in- Tattoos beim Raketenwacholder wahr.

Flaute herrschte am Vormittag

Trotz gutem Wetter verlief der Morgen schleppend. «Bis kurz nach dem Mittag lief nichts, danach Vollgas», erzählte der Marktstandverkäufer der Martin Confiserie AG, welcher neben Softeis auch Magenbrot und andere Süssigkeiten anbot. Den eher geringen Besucherandrang bemerkten auch die Neulinge Fabienne Bartholdi und Conny Kurmann. Die beiden waren zum ersten Mal am Maimärt mit dabei. Mit ihren handgemachten Schwemmholzgirlanden, Schlüsselanhängern sowie gemalten Bildern und Karten setzten sie auf Kreativität. «Wir haben uns etwas mehr erhofft, aber fürs erste Mal in Lenzburg lief es gut», sagten die Frauen aus Wohlenschwil.

Marktstand wurde von einem Kind betrieben

Von allen anderen Marktständen unterschied sich ein Stand deutlich: «Lionel’s lustiger Lockenkopf-Laden». Der neunjährige Lionel hegte seit langer Zeit den Traum eines eigenen Standes – denn ein Geschäft zu führen, habe ihn schon immer fasziniert. Seine Mutter, die Inhaberin der Kita Wundergarten, war bis dato mit einem Kita-Stand vor Ort gewesen. Dieses Jahr durfte Lionel den Stand der Kita pachten und mit eigenem Namen, Logo und Verkaufsideen überzeugen. An seinem Stand, an dem er selbst gemachten Lebkuchen, Konfi und Bärlauchöl und -salz verkaufte und zudem Popcorn, Waffeln und Orangensaft frisch zubereitete, war stets viel los. Er erfuhr eine immense Unterstützung, unter anderem von seinen Klassenkameraden, den Nachbarn und dem Grossvater, welcher ihm hinter dem Verkaufstisch zur Seite stand. Der Maimärt sei für Lionel ein riesiger Erfolg gewesen.

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