10 Jahre im Neubau

Alterszentrum Der Neubau des Alterszentrums Obere Mühle feiert sein 10-Jahr-Jubiläum. Dabei hat sich nicht nur die Infrastruktur, sondern auch der Pflegealltag stark verändert.

Aus dem AZOM-Archiv: Eine Dokumentation aus dem Umzug.Foto: zvg
Aus dem AZOM-Archiv: Eine Dokumentation aus dem Umzug.Foto: zvg

Der Umzug vom Altbau ins Provisorium war eine grosse Freude», blickt Elisabeth Lienert, Bereichsleiterin Pflege und Betreuung, zurück. Von 2013 bis 2016 wohnten die Bewohnenden im überschaubaren, ebenerdigen Provisorium, das gegenüber dem alten Gebäude mit seinen vielen Stufen und engen Gängen eine deutliche Verbesserung darstellte. Mitarbeitende und Bewohnende fühlten sich dort sehr wohl, freuten sich allerdings auf das langersehnte Ziel: den Neubau. Der Umzug selbst verlief reibungslos, stellte jedoch eine organisatorische Herausforderung dar. An den grossen Neubau mit seinen vier Stockwerken musste man sich gemäss Lienert zunächst gewöhnen. Da im Provisorium kein Lagerraum vorhanden war, entstand nach dem Umzug in den Neubau der Eindruck, es stehe reichlich Platz zur Verfügung – doch inzwischen sei dieser wieder voll ausgelastet. «Das ist der Zeitgeist: Man braucht heute immer mehr», so Lienert. Ein Speisesaal wie im Provisorium ist im Neubau nicht mehr vorhanden, da die Bewohnenden immer später eintreten und stärker pflegebedürftig sind. Für selbstständigere Personen wurden in den letzten zehn Jahren zusätzliche Alterswohnungen geschaffen.

Mehr Bedürfnisse – klare Ausrichtung

Auch Zentrumsleiter Miguel González berichtet von Veränderungen innerhalb der letzten Jahre: «Die Bewohnenden standen schon immer im Zentrum, doch heute gehen wir noch gezielter auf ihre Bedürfnisse ein.» Dies betreffe unter anderem die Verpflegung, den Einbezug der Angehörigen und die Pflege. Aktivitäten wurden dezentralisiert und finden vermehrt in kleineren Gruppen auf Abteilungsebene statt. Wichtig zu betonen sei dabei die klare Ausrichtung: Es handle sich nicht mehr um ein Alterszentrum, sondern um ein Pflegezentrum. Der Schwerpunkt liege auf Pflege und Betreuung mit medizinischer Fachkompetenz.

Im stetigen Wandel

Die demografische Entwicklung werde künftig zu einem steigenden Bedarf an Betten führen – davon ist der Zentrumsleiter überzeugt. Es handle sich um einen Prozess, der sich in den kommenden Jahren verändern wird – hin zu neuen Wohnformen und Spezialisierungen. Themen wie Netflix oder WLAN werden zunehmend relevant. Darauf werde man sich vorbereiten, unter anderem im Rahmen einer Machbarkeitsstudie mit der Stadt Lenzburg. Zusätzliche Betten sowie eine grossflächige WLAN-Abdeckung seien in Überlegung. «Die Digitalisierung entwickelt sich sehr schnell, auch darauf müssen wir gut vorbereitet sein, damit wir nichts verpassen.»

Sommerfest im Zeichen des Jubiläums

Zur Feier des 10-Jahr-Jubiläums findet das Sommerfest dieses Jahr am 22. August in grösserem Rahmen statt. Geplant sind Führungen durch das ganze Zentrum, Musik, Spiele, Hüpfburg, Verpflegung und weitere Attraktionen.

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