Neue Fahne zum Schnapszahl-Jubiläum

Seengen Im Rahmen ihrer 444-Jahr-Feier enthüllten und weihten die Sportschützen eine neue Vereinsfahne.

<em>Präsentation nach der Enthüllung im Rahmen der 444-Jahr-Feier:</em> Die neue Fahne der Sportschützen Seengen mit Fahnengötti Hansjürg Hauri und Fahnengotte Yvonne Heggli. Foto: Fritz Thut
<em>Präsentation nach der Enthüllung im Rahmen der 444-Jahr-Feier:</em> Die neue Fahne der Sportschützen Seengen mit Fahnengötti Hansjürg Hauri und Fahnengotte Yvonne Heggli. Foto: Fritz Thut

Die erste urkundliche Erwähnung geht auf das Jahr 1575 zurück. Mit ihren demzufolge 444 Jahren sind die Sportschützen Seengen einer der ältesten Vereine in Dorf, Kanton und Land. Die Schnapszahl 444 verlangte – gerade bei einem Verein, der viel Wert aufs Gesellige legt – nach einer grossen Feier.

In der voll besetzten Mehrzweckhalle wurde die Jubiläumsfeier mit der Weihe einer neuen Fahne verbunden. «Die Fahne ist ein wichtiges Symbol und verkörpert auch die eidgenössische Tradition», hielt Ruedi Thut fest, der als OK-Präsident durch den Abend führte.

Schützenhaus statt Schloss

Die neue Fahne ersetzt jene aus dem Jahr 1947, die die örtlichen Schützen während 72 Jahren bei freudigen und traurigen Ereignissen begleitete. Ein letztes Mal geschwungen mit der Fahne der Patensektion Wolfenschiessen wurde die alte Fahne in Pension geschickt. Dort erfährt sie hoffentlich ein besseres Schicksal als ihre Vorgängerin, die spurlos verschwunden ist.

Noch verhüllt wurde die neue Fahne von der Zukunft des Vereins, von den Jungschützen, auf die Bühne getragen. Hier wurde das edle Tuch von Fahnengotte Yvonne Heggli und Fahnengötti Hansjürg Hauri feierlich enthüllt.

Das Hauptmotiv ist das gleiche wie bei der alten Fahne: «Vom alten Schützen konnten wir uns nicht trennen», so Ruedi Thut. Die dominante Grundfarbe der Fahne ist ein sattes Grün. Anstelle des stilisierten Schlosses Hallwyl auf dem Tuch von 1947 ist nun das Schützenhaus Roos vor dem Alpenkranz zu sehen.

Die neue Fahne, die mit diesen Motiven Tradition und Moderne verbindet, wurde anschliessend, wie es der Brauch will, von andern Fahnen begrüsst: zuerst von der Patensektion aus der Innerschweiz, dann von vier andern Seenger Vereinen und neun Fahnen des Homberg-Schützenverbandes, zu dem die Sportschützen Seengen seit dessen Gründung 1927 gehören, wie Präsident Werner Stauffer in seinem Grusswort stolz festhielt.

In den weiteren – wie vorgängig versprochen – kurzen Ansprachen wurde den Sportschützen Seengen zu ihrem Alter gratuliert. Victor Hüsser, der Präsident des Aargauer Schiesssportverbandes, sprach von einem «stolzen Alter», Gemeindeammann Jörg Bruder von einem «hohen Alter» und fügte an: «Und trotzdem pflegt man ein sehr aktives Vereinsleben.»

Der einleitend neben kurzen Reden versprochene «grosse Genuss» wurde an der Feier kulinarisch mit einem feinen Drei-Gang-Menü und musikalisch von der örtlichen Musikgesellschaft, den Happy-Pipers Lucerne und dem Tambourenverein Oberentfelden Muhen geboten.

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