Jugendfest Seengen – das lange Warten hat ein Ende

Seengen Nach acht Jahren Pause findet heuer vom 21. bis 23. Juni wieder ein Jugendfest unter dem Motto AllesAusser-Gewöhnlich statt. Sogar eines mit einem Umzug der Freischaren und anschliessendem Manöver.

AllesAusserGewöhnlich: Erst noch nur ein Schriftzug, bald gelebtes Motto.Foto: zvg

AllesAusserGewöhnlich: Erst noch nur ein Schriftzug, bald gelebtes Motto.Foto: zvg

Manöver 2016: Die Freischaren haben kapituliert, die Kadetten haben einmal mehr den Kampf für sich entscheiden können.Foto: Alexander Studer

Manöver 2016: Die Freischaren haben kapituliert, die Kadetten haben einmal mehr den Kampf für sich entscheiden können.Foto: Alexander Studer

Wir sind im Endspurt. Alles sollte auf Kurs sein. Aber ein wenig Nervosität lässt sich nicht leugnen – es kann immer passieren, dass trotz bester Planung etwas untergeht», sagt Hannes Bopp, Gemeinderat und Präsident Jugendfestkommission. Wegen des Faktors Wetter besteht bei Outdoor-Anlässen immer eine gewisse Unsicherheit. «Das Jugendfest wird aber bei jeder Witterung durchgeführt. Einzig bei Gewitter, Sturm oder extrem aufgeweichten Böden müssten Programmteile abgesagt werden», sagt Bopp. Um kreative Lösungen ist das OK jedoch nicht verlegen. Das letzte Manöver 2016 konnte nur durchgeführt werden, weil man das Wasser von der Wiese gepumpt hat. Fürs Manöver 2024 bleibt man zuversichtlich, geregnet hats nun genug.

5000 Besucher erwartet

Ein Absagen des Jugendfests kommt auch wegen des Verkehrskonzepts, das für die beiden Umzüge erarbeitet werden musste, nicht in Frage. Allein am Festumzug am Samstagmorgen werden rund 1400 Teilnehmer vom Hinterdorf/Bündtli bis zum Ziel, der Schulstrasse, marschieren. Und auch beim Umzug der Freischaren am Samstagnachmittag wird ein grosser Tross unterwegs sein. Ganz zu schweigen von den Zuschauern, die die Umzugsrouten säumen werden – das OK erwartet gegen 5000 Besucherinnen und Besucher.

Der Start am Freitag gehört ganz den Schülerinnen und Schülern. Ein bunter Mix aus Spiel, Sport und Spass wartet auf sie. Am Abend lädt eine Disco zum Abtanzen ein und einem Beatboxer (Klänge werden mit dem Mund erzeugt) darf man über die Schulter schauen. Zudem dürfen die Schüler die Bahnen auf dem Lunapark zweimal während 30 Minuten gratis benutzen. Um 21 Uhr findet der Zapfenstreich mit der Musikgesellschaft und den Tambouren statt. «Die Mitglieder der Jugendfestkommission statten den einzelnen Jugendfestbögen, die die Quartierbewohner über die Strasse gezogen haben, einen Besuch ab. Meist stossen noch Leuten aus dem Quartier dazu», erklärt Bopp.

Am Samstag kommen nach dem Start mit einer Morgenfeier der Primarschule und dem Feststart der Oberstufe die Umzüge dran. Für den Festumzug um 10.30 Uhr haben die Kinder dem Motto entsprechend verschiedene Sujets erarbeitet, die sich in gebastelten Wagen und ihrer Kleidung widerspiegeln. Auch am Freischarenumzug um 15.30 Uhr darf man auf spezielle Kostüme gespannt sein, die jeweils die gespielte Herkunft zeigen sollen. Selbst kreierte Wagen – es waren auch schon Kanonen, Schiffe oder Helikopter darunter – ergänzen das Bild. Zudem werden die Kadetten mit von der Partie sein. «Unser Kadettenkorps ist mit 165 Kindern grösser als dasjenige in Lenzburg oder Zofingen», betont Bopp. Das Manöver wird im Anschluss an den Umzug zwischen Egliswiler- und Schwerzistrasse beim Musterplatz durchgeführt.

Graffiti sprayen ist erlaubt

Ab 18 Uhr können sich die Kinder in Graffiti versuchen und der Jugendchor Seetal, die Rock-Pop-Band Kreismusikschule Seetal sowie Konzerte und Tanzeinlagen runden den Abend ab. Der Sonntag startet mit einem Gottesdienst, gefolgt von einem Konzert der Kreismusikschule Seetal und am frühen Abend dann mit Sandra Schaad & friends. Als Premiere und dem Motto entsprechend wird erstmals nicht um 17 Uhr Schluss sein, sondern spät in der Nacht. Um 21 Uhr lädt eine Grossleinwand die Besucherinnen und Besucher zum Verfolgen des EM-Matches Schweiz–Deutschland ein.

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