Jahresstart mit ernsten Tönen
Sarmenstorf Ein Neujahrsapéro steht für Zuversicht, Austausch und den Blick nach vorn. Am Apéro fanden die Katastrophe in Crans-Montana sowie der Grossbrand in einem Mehrfamilienhaus im Ort ihren gebührenden Raum.
Am Sonntagmorgen füllte sich die Mehrzweckhalle zusehends mit Besuchenden, Hände wurden geschüttelt, Neujahrswünsche ausgetauscht. Kurz nach 11 Uhr ergriff Gemeindeammann Mäni Baur das Wort und begrüsste alle Anwesenden im Namen des Gemeinderates. Besonders erfreut sei dieser über das grosse Interesse am diesjährigen Neujahrsapéro.
«Im vergangenen Jahr durften wir nach neun Jahren Pause wieder ein Jugendfest feiern», erinnerte Baur an die drei Festtage im Sommer. Zudem habe die Gemeinde Projekte wie die Schulhäuser oder die Marktstrasse vorantreiben können. Zu den Gemeinderatswahlen sagte er: «Ein herzliches Dankeschön an die gesamte Bevölkerung für die Wiederwahl des Gesamt-Gemeinderates und Ihr Vertrauen in unsere politische Arbeit.»
Weit weniger erfreulich zeigte sich im letzten Jahr die weltpolitische Situation. Sowohl die geringen Fortschritte in den Kriegsherden als auch die durch US-Präsident Trump verursachten Unruhen und Zölle kamen zur Sprache – genauso wie der aktuelle Konflikt zwischen den USA und Venezuela.
Blick auf die tragischen Ereignisse
Doch nicht nur die Weltpolitik wirft einen Schatten auf den Jahresbeginn. Zwei tragische Brände bewegen derzeit die Bevölkerung. «In Sarmenstorf wurde am Weihnachtstag durch einen Grossbrand ein Haus zerstört», sagte der Gemeindeammann. «Wir danken allen beteiligten Feuerwehrleuten für ihren Einsatz.» Erschütternd seien auch die schrecklichen Bilder aus Crans-Montana, wo ein verheerender Brand in der Silvesternacht zahlreiche Menschenleben forderte und viele Personen schwer verletzt wurden. «Denken wir gemeinsam an alle Betroffenen und deren Familien in einer Schweigeminute.» Nach diesem Moment der Stille hielt Mäni Baur fest, dass solche Schicksale vermeintlich grosse Alltagsprobleme klein erscheinen liessen. Er appellierte an Dankbarkeit, Toleranz und Zufriedenheit.
Trotz der ernsten Töne kam auch Zuversicht für das neue Jahr auf. Mit einem Augenzwinkern gab der Gemeindeammann gern zwei Tipps weiter. Zum einen verwies er auf den neu geltenden Einheitstarif beim Strom, welcher sogar eine Ersparnis mit sich bringe. «Laden Sie doch Ihren Partner zu einem Nachtessen ein.» Der andere Hinweis bezog sich auf den Bankraub in Gelsenkirchen – hier lohne es sich, zu überprüfen, ob Schliessfachinhalte wirklich ausreichend versichert seien. Der Anlass wurde mit einem Wettbewerb aufgelockert. «Nun wünschen wir allen ein gesundes neues Jahr und einen fulminanten Start ins 2026.»


