Eine neue, kostbare Perle für Birrwil

Daniel Leutwiler nimmt die Chronik entgegen von Hans Luginbühl (links) und Jürg Stüssi-Lauterburg (rechts).Foto: zvg
Daniel Leutwiler nimmt die Chronik entgegen von Hans Luginbühl (links) und Jürg Stüssi-Lauterburg (rechts).Foto: zvg

Birrwil Die Kirchenpflege der Reformierten Kirchgemeinde Birrwil wollte zum Jubiläum 750 Jahre Birrwiler Kirche etwas Bleibendes schaffen. Sie beauftragte die Historiker Jürg Stüssi-Lauterburg und Hans Luginbühl, über die Kirche Birrwil eine Chronik zu verfassen. Die beiden Historiker überreichten im Dezember dem Kirchenpflegepräsidenten Daniel Leutwiler die Chronik «Stimme des Rufenden», 750 Jahre Birrwiler Kirchengeschichte. 1275 wurde Birrwil erstmals erwähnt, und zwar in einer Steuerliste. Es handelt sich somit um ein gesichertes Datum. Geschaffen wurde ein Werk, das weit über Birrwil hinaus exemplarisch aufzeigt, wie sich das Kirchenwesen im Kanton Aargau entwickelt hat, findet Christoph Weber-Berg, Präsident des Kirchenrates Reformierte Kirche Aargau, in seinem Grusswort.

Eine Unterschrift besiegelt die Reformation in Birrwil

Briefe und Protokolle wurden von den Historikern gelesen, Archive und Bibliotheken besucht, ja sogar das Bundesbriefarchiv. Jürg Stüssi-Lauterburg und Hans Luginbühl haben Gespräche geführt und auf über 300 Seiten Facts, Beschlüsse, Zusammenhänge und den Zeitgeist erfasst. Persönlichkeiten wurden in Erinnerung gerufen, wie Papst Gregor X., der selbst in Birrwil Geld sammeln wollte für seine Kreuzzüge, sowie die Reformatoren Ulrich Zwingli und Martin Luther. Diese wollten eine Reform des Glaubens, es entwickelte sich aber eine Spaltung.

Der Mensch als Tempel Gottes

Die Chronik würde es verdienen, von zahlreichen Bibliotheken, insbesondere im Aargau, angeschafft zu werden. Kirchenpflegepräsident Daniel Leutwiler findet: «Die Kirche Birrwil ist nicht bloss ein Gebäude, sondern ein Symbol für Zusammenhalt wie auch den Glauben.» Micha Baumgartner, der Birrwiler Pfarrer, doppelt nach, wägt in seinem Vorwort ab und versucht, die Relationen aufzuzeigen. Hier das Gotteshaus aus Steinen und Mauern, dort der Mensch als «Tempel Gottes». (AG)

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