Darts-Spieler Alex Fehlmann nach Basel-Auftritt: «Ich bin nicht zufrieden»
Seon In der ersten Runde war für den 49-jährigen Seoner an der Swiss Darts Trophy Feierabend. Jetzt bereitet er sich auf die Schweizer Meisterschaft vor.

Die Eindrücke sind noch frisch. «Es war ein grossartiges Erlebnis, vor 4500 Zuschauerinnen und Zuschauern gegen einen Weltklassespieler antreten zu dürfen», sagt Alex Fehlmann. Der Seoner warf vor Wochenfrist als einer von vier Schweizern auf der grossen Bühne in der Basler Jakobshalle Pfeile auf die runde Scheibe, die für ihn die Welt bedeutet. Allerdings war die Sache bei der Swiss Darts Trophy gegen den Australier Damon Heta, die Weltnummer 21, klar. Fehlmann verlor die Partie am späten Freitagabend mit 2:6.
Mit einem Sieg am stark besetzten Profiturnier durfte Feierabendspieler Fehlmann gegen Berufsspieler Heta zwar nicht rechnen. «Aber ein bisschen mehr Gegenwehr meinerseits hätte ich mir schon gewünscht.» Er sei nie richtig ins Spiel gekommen. Fehlmann: «Ich habe mir wohl selbst zu viel Druck gemacht vor den vielen Zuschauerinnen und Zuschauern. Ich bin nicht zufrieden mit meiner Leistung.» Fehlmanns Bezwinger Heta überstand in Basel eine weitere Runde und scheiterte im Achtelfinal am Spanier Cristo Reyes. Den Sieg in der St. Jakobshalle holte sich der Waliser Jonny Clayton. Der Weltnummer 5 bezwang den Briten Luke Humphries, die Weltnummer 2, im Final mit 8:4. Dass der Seoner Fehlmann als einer von nur vier Schweizer Spielern den Cut für das Profiturnier in Basel schaffte – notabene zum zweiten Mal nach 2024 –, hat er seinen guten Leistungen in der Qualifikation im K.-o.-System zu verdanken. Dort setzte er sich unter 73 Teilnehmern durch.
Bald geht es an die SM nach Möhlin
Das nächste sportliche Ziel steht bald auf dem Programm. Am Samstag, 24. Oktober tritt Fehlmann an der Schweizer Meisterschaft (SM) in Möhlin an. Dort will er an das Jahr 2024 anknüpfen, als er den Titel gewinnen konnte. Vor Jahresfrist bodigte Fehlmann zwar im Achtelfinal der SM die Schweizer Lichtgestalt im Darts, den Zentralschweizer Stefan Bellmont. Doch im Viertelfinal war gegen den späteren Meister, den früheren 2.-Liga-Fussballer Marcel Hirzel aus dem Zürcher Limmattal, Endstation.
Für internationales Aufsehen sorgte Alex Fehlmann insbesondere im Juni 2018. In der zweiten Runde des Weltcups nach Version PDC musste der damals 42-jährige Seoner gegen die Weltnummer 12, den Waliser Gerwyn Price, spielen. In der Eissporthalle Frankfurt zeigte der Underdog aus Seon das Spiel seines Lebens.
Er überrumpelte Price mit seinem angriffigen Stil völlig und brachte den prominenten Gegner schon früh aus dem Konzept. Der Aussenseiter führte mit 2:0 nach Sets, dann mit 3:2. Price glich zum 3:3 aus. Im Entscheidungssatz hielt Fehlmann dem Druck stand und beendete die Partie schliesslich mit einer Doppel-2 zum 4:3-Sieg. Nettes Detail: Fehlmann-Verlierer Price krönte sich drei Jahre später im Londoner «Ally Pally» zum Weltmeister.


