Wettbewerb bringt grossen Wurf hervor

Aus drei mach vier: Der Dreifach-Kindergarten wird zum Vierfach-Kindergarten. Visualisierung: zvg
Aus drei mach vier: Der Dreifach-Kindergarten wird zum Vierfach-Kindergarten. Visualisierung: zvg

Staufen: Die Gemeinde braucht einen neuen Dreifachkindergarten. Das Siegerprojekt im Gesamtleistungswettbewerb ermöglicht es, hinter dem Zopfhuus einen neuen Gemeindeplatz zu bilden. 

Staufen reibt sich die Hände. Am 7. Juli hat das Preisgericht das Siegerprojekt für den Dreifachkindergarten gewählt. Beim Sieger darf füglich von einem grossen Wurf gesprochen werden. Der Gewinner heisst «Drei Musketiere» von den BEM Architekten AG in Baden und von Schäfer Holzbautechnik und Generalunternehmung AG in Dottikon. 

Dem Jurybericht lässt sich entnehmen, dass sich die Planer mit dem Ort gründlich auseinandergesetzt und einen optimalen Standort für den neuen Kindergarten gefunden haben. Sie haben zudem als einzige der fünf Wettbewerbsteilnehmer erkannt, dass nur mit der Platzierung des Gebäudes hinter dem Zopfhuus der zentrale Gemeindeplatz definiert werden kann. Erst mit diesem identitätsstiftenden Bauwerk kann der Platz mit dem Zopfhuus und dem Gemeindehaus sein Potenzial entfalten. 

Die Sieger finden denn auch den neuen Gemeindeplatz als das Herzstück der Anlage. Der südliche Teil der Gemeindeparzelle im Umfang von rund 1500 Quadratmeter wird für künftige Nutzungen freigehalten. Ganz im Sinne des haushälterischen Umgangs mit dem Boden.

Option für vierten Kindergarten

Die Wettbewerbsaufgabe lautete, einen Dreifachkindergarten zu entwerfen mit der Option ihn zu einem Vierfachkindergarten erweitern zu können. Der Standort des neuen Kindergartens hinter dem Zopfhuus oder dem Gemeindehaus ist vorgängig mittels Masterplanung gefunden worden und wurde dem Gesamtleistungswettbewerb zugrunde gelegt. Die aktualisierten Kindergärtler- und Primarschülerzahlen fördern zutage, dass die Option für den vierten Kindergarten bereits jetzt eingelöst werden muss. Der vierte Kindergarten ist im Siegerprojekt berücksichtigt und lässt sich durch Aufstockung im Süden bewerkstelligen. Im Innern werden flexible, klare Raumeinteilungen vorgefunden.

Als Fachpreisrichter amteten drei unabhängige Architekten und Ingenieure, ferner Katja Früh Haas und Gallus Zahno seitens des Gemeinderates als Sachpreisrichter. In einzelnen Punkten fordert die Jury eine Überarbeitung. Die Erstellungskosten liegen rund 8 Prozent über dem günstigsten Angebot. Doch die dem Projekt «Drei Musketiere» zu Grunde liegende Qualität ist um einiges höher einzustufen, wird im Jurybericht argumentiert. Am 11. November soll an der Gemeindeversammlung bereits über den Baukredit für den neuen Vierfachkindergarten abgestimmt werden.

Weitere Artikel zu «Region», die sie interessieren könnten

Roman Frey aus Möriken-Wildegg mit seinem kürzlich erschienenen Buch «Was der Stein nicht sagt».Foto: Verena Schmidtke
Region30.09.2026

Wie aus einem verschwundenenGrabstein ein Buch entstand

Möriken-Wildegg Der Möriker Roman Frey beginnt aus persönlichen Gründen, die Geschichte seiner Familie zu recherchieren. Den Plan, diese Erfahrung in Buchform…
Ajet Asani und seine Frau Valbona bringen mexikanisches Flair in den Niederlenzer «Frohsinn».Foto: Romi Schmid
Region30.09.2026

Fiesta im Frohsinn: Jetzt sind Tacos drin

Niederlenz Seit Anfang August wird im Restaurant Frohsinn in Niederlenz neu gekocht: Ajet Asani hat den traditionsreichen Betrieb übernommen und setzt vor…
Rupperswil konkretisiert seine «Vision 2035+»
Region30.09.2026

Rupperswil konkretisiert seine «Vision 2035+»

Rupperswil Rupperswil hat mit der «Vision 2035+» die langfristige Entwicklung der Gemeinde skizziert. Nun zeigt sich, welche Vorhaben zuerst konkret werden…