Plauschturnier: Zwischen Käse und Volleyball
Fahrwangen Zum 36. Mal findet am Samstag, 24. Oktober, das Racletteturnier der Männerriege Fahrwangen statt. Ein Anlass, der in dieser Form einmalig ist und Mannschaften von weit her anlockt.
Das traditionelle Racletteturnier wird von der Männerriege Fahrwangen organisiert und durchgeführt. Über 30 der 35 Mitglieder stehen im Einsatz und sorgen für einen reibungslosen Ablauf. Für sie ist der Event der Hauptanlass im ganzen Turnerjahr.
Mit Spezialverkabelung zum Raclettevergnügen
16 Mannschaften treten im Volleyball gegeneinander an: 8 in der Kategorie Vollgas und 8 in der Kategorie Soft. Pro Match werden zweimal neun Minuten gespielt, das Turnier dauert von 11 bis 17 Uhr. Danach wird in der Mehrzweckhalle umgebaut: Tische und Racletteöfen müssen her. Im Schnitt essen zwischen 130 und 140 Personen – und das gleichzeitig. Damit so viele Öfen zur gleichen Zeit betrieben werden können, wird eine spezielle Stromverkabelung aufgebaut. Andreas Baumann, Aktuar der Männerriege, ist verantwortlich für die Kommunikation und die Koordination des Turniers. Er erzählt: «Zu Beginn gab es Cervelats, es war also das Cervelatturnier. Nach einer gewissen Zeit hatte jemand die Idee, man könnte zusammen Raclette essen. So wurde aus dem Cervelatturnier das Racletteturnier.»
«Es gibt nicht mehr viele Turniere, an denen so viele Mannschaften teilnehmen»
Die Turnierteilnehmer kommen mehrheitlich aus dem Kanton Aargau. Allerdings begrüsst Fahrwangen auch Gäste aus dem Berner Mittelland. Die Mannschaft mit der längsten Anreise von über einer Stunde kommt aus Fraubrunnen. Wegen der Stimmung und des Settings sei der Event bei den Mannschaften sehr beliebt. Die Männerriege Fahrwangen erkundigt sich bereits während des Essens, wer im kommenden Jahr wieder dabei sein möchte. In der Regel seien danach direkt 12 bis 14 Plätze reserviert. «Es gibt nicht mehr viele Turniere, an denen so viele Mannschaften teilnehmen», so Baumann. Jedoch gab es auch Jahre, in denen die Männerriege mit grossem Aufwand nach Teams suchen musste und froh war, wenn sie 10 bis 12 Mannschaften zusammenbrachte.
40 Kilogramm Käse und 50 Kilogramm Kartoffeln
In den Matches werde gekämpft, zum Teil hart, aber fair. Neben dem Spielfeld sei die Stimmung gelassen. Es gehe natürlich auch darum, Spass zu haben. Trotzdem wollen die Mannschaften eine gute Leistung zeigen – jedes Team möchte gewinnen. Das Highlight ist laut Baumann jedoch klar das gemeinsame Racletteessen, das es in diesem Rahmen praktisch nirgendwo gibt.
Für das Turnier werden 40 Kilogramm Käse und 50 Kilogramm Kartoffeln eingekauft. Das gehe in den meisten Fällen bis auf kleine Reste weg. Um den Raclettekäse kümmert sich jeder Teilnehmer am Tischofen selbst. Die Küche sorgt für Nachschub von Käse, Kartoffeln und Beilagen.
Gute Organisation
Die Turnierorganisation startet im Sommer. Im Juli werden bereits angemeldete Teams erneut angefragt und die noch freien Plätze vergeben. Dank der gesammelten Erfahrung der Männerriege und der Mithilfe langjähriger Mitglieder gehe vieles Hand in Hand – «fast schon von selbst». Die grosse Herausforderung sei, genügend Mannschaften auf die beiden Kategorien zu verteilen. Das diesjährige Volleyball-Raclette-Spektakel ist allerdings komplett ausgebucht.






