Parkplatznot soll mit 100 neuen Plätzen gelöst werden

Möriken-Wildegg: Der Gemeinderat beabsichtigt, hinter dem Schulhaus Möriken 100 Parkplätze zu bauen. Dies in Verbindung mit der teilweisen Offenlegung des Klausenbächli und einem neuen Fussweg zum Schloss Wildegg.

Ein Streifen Wiese wird zur Baustelle:  Entlang der Hecke wird das Klausenbächli geöffnet und ein Parkplatz gebaut. Foto: Alfred Gassmann
Ein Streifen Wiese wird zur Baustelle: Entlang der Hecke wird das Klausenbächli geöffnet und ein Parkplatz gebaut. Foto: Alfred Gassmann

In der Einladung zur Gemeindeversammlung vom 23. November legt der Gemeinderat die Parkplatzsituation im Zentrum der Gemeinde offen dar und spricht von einem Defizit, das behoben werden muss. Parkplätze sind vorhanden im Unteräsch, entlang der Unteräschstrasse und am Chilerain. Die Parkplätze entlang der Unteräschstrasse werden ersatzlos wegfallen, denn die Strasse wird saniert und von 7 Meter auf einheitlich 6,3 Meter verschmälert. Die schlosseigenen Parkplätze und die auf dem Effingerweg sind bei grösseren Anlässen schnell ausgereizt. Die Parkplätze in der Schulanlage und den Turnhallen Hellmatt reichen bei fünf bis zehn grösseren Veranstaltungen pro Jahr nicht aus.

An heissen Sommertagen ist der Parkplatz beim Schwimmbad zudem mehrmals überlastet. Die Fläche zwischen der Unteräschstrasse und der Oberäschstrasse hinter dem Schulhaus Möriken eignet sich für den Bau von 100 zonenkonformen Parkplätzen, die dem Defizit begegnen und als Ausweichstandorte dienen können. Die Gestaltung orientiert sich am ausgeführten Parkplatz Chilerain.

Landschaft wird aufgewertet

Der Gemeinderat nutzt die Gelegenheit, das eingedolte Klausenbächli zwischen dem neuen Parkplatz und dem Schulhaus auf einer Länge von 160 Metern offen zu legen. Um das Gewässer zu revitalisieren und mäandrierend zu gestalten, muss mit Kosten von 232000 Franken gerechnet werden.

Die Sicherheit für die zahlreichen Fussgänger auf der Oberäschstrasse ist heute nicht gewährleistet. Deshalb ist beabsichtigt, vom neuen Parkplatz bis zur Bushaltestelle «Schloss Wildegg» talseitig ein von der Fahrbahn abgetrennter, naturnaher Fussweg, gesäumt von Hochstammbäumen, zu erstellen. Die Umsignalisation der Oberäschstrasse von heute Tempo 80 auf Tempo 50 unterstützt die Bemühungen für eine Aufwertung der Landschaft im grünen Gürtel zwischen Bauzone und Schlossdomäne.

Die gesamten Baukosten sind mit brutto 1,089 Millionen Franken errechnet. Die Stiftung Schlossdomäne Wildegg ist bereit, das gesamte Projekt im Umfang von 200000 Franken mitzutragen. Der Kanton übernimmt 40 Prozent, also 92800 Franken, der Bachöffnung. Der Gemeinde verbleiben netto 796200 Franken.

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