«Man muss um den FCO keine Angst haben»

«Es geht allen gleich»: Othmarsingens Trainer Beat Dünki nimmts pragmatisch. Foto: Ruedi Burkart
«Es geht allen gleich»: Othmarsingens Trainer Beat Dünki nimmts pragmatisch. Foto: Ruedi Burkart

 

Othmarsingen: Auch in der nächsten Saison wird auf der Falkenmatt 2.-Liga-Fussball gespielt. Dank dem Saisonabbruch bleiben die Reusstaler oben. Trainer Beat Dünki hat seine Spieler mit einer speziellen Mission in die fussballlose Zeit entlassen.

Beat Dünki, zum Glück wurde die Meisterschaft abgebrochen. So bleibt der FC Othmarsingen sicher eine weitere Saison in der 2. Liga.

Beat Dünki: Ich weiss, worauf Sie hinauswollen (schmunzelt).

Nach der Vorrunde lagen Sie mit Ihrem Team auf einem Abstiegsplatz.

Ja, ja. Aber nach dem ersten Spiel der Rückrunde (Heimspiel gegen Sarmenstorf, Anmerkung der Redaktion) wären wir wieder über dem Strich gewesen.

Fakt ist, es wird nicht gespielt und trainiert. Wann geht es beim FC Othmarsingen weiter?

Unsere Anlage ist bis am 8. Juni gesperrt. Und zwar für alle. Einige Juniorentrainer hätten mit ihren Jungs gerne ein paar Einheiten absolviert, aber …

Trainings in kleinen Gruppen wären seit dieser Woche erlaubt.

Aber die Auflagen wären nicht umsetzbar. Jedenfalls nicht für uns.

Ihr Verein feiert dieses Jahr den 60. Geburtstag. Das Fest wäre für den 13. Juni geplant gewesen.

Das haben wir schon lange gestrichen. Eventuell holen wir es einmal nach. Auch den Sponsorenlauf mussten wir absagen. Und ob unser Oktoberfest im Herbst stattfinden kann – wer weiss das jetzt schon?

Läuft der FCO im Jubiläumsjahr finanziell auf dem Zahnfleisch?

Die Lage ist ernst. Aber das geht vielen anderen Sportvereinen diesen Frühling nicht anders.

Anders gefragt: Gibts den Fussballclub Othmarsingen auch im Jahr 2021 noch?

Da muss man keine Angst haben. Die Existenz unseres Vereins ist Stand heute nicht bedroht.

Blicken wir nach vorne. Ab dem 8. Juni werden Teamtrainings voraussichtlich wieder erlaubt sein. Wie halten sich Ihre Spieler bis dahin fit?

Die sind alt genug, um zu wissen, was sie tun müssen. Und sie wissen genau, was in der ersten Trainingswoche dann auch auf sie zukommen wird (schmunzelt).

Erzählen Sie!

Nach der Rückkehr aus dem Trainingslager Mitte März, also kurz vor dem Lockdown, habe ich von allen Spielern den BMI (Body-Mass-Index, Bewertung des Körpergewichts in Relation zur Körpergrösse) ausgerechnet und aufgeschrieben. Tja, und beim Trainingsstart werde ich dies mit dem aktuellen Gewicht wieder tun.

Und je nach Ergebnis …?

... mal schauen, welche Massnahmen ergriffen werden (lacht).

Sie tönen einigermassen entspannt.

Was sonst? Die Situation ist nun mal so, wie sie ist.

Sie stehen bei Othmarsingen seit 1985 an der Seitenlinie. Werden Sie eine weitere Saison anhängen?

Mal schauen.

Sie wollten schon das eine oder andere Mal kürzertreten.

Wissen Sie, es ist schwierig, jemanden zu finden, der für diese Aufgabe geeignet ist und auch noch genügend Zeit hat.

Wie wird sich das Kader nächste Saison präsentieren?

Ich führe Einzelgespräche mit den Spielern, jedes dauert eine Stunde. Bisher habe ich ein gutes Gefühl. Es wird sicher Änderungen geben. Aber die sollten sich im Rahmen halten.

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