Es ist wieder Gnagizeit im Schützenhaus
Dintikon Nach einem kurzen Unterbruch startete vor vier Jahren wieder das traditionelle Gnagiessen der Feldschützen Dintikon. Jeden Freitag im Oktober werden ab 17 Uhr in der Schützenstube heisse oder kalte Gnagi serviert.
Das Gnagiessen wurde schon in den Jahren 2003 bis 2017 durchgeführt und nach einem Unterbruch von neun Jahren 2023 wieder neu lanciert. «Seither ist jeden Freitag im Oktober die Schützenstube mit 80 bis 100 Personen voll besetzt», sagt Präsident Urs Gloor, der sich über den nachhaltigen Erfolg freut. Am letzten Freitag war es ebenso: Delegationen von befreundeten Schiessvereinen, Mitglieder aus verschiedenen Dorfvereinen waren da. Und sogar ein Jahrgängertreffen unter dem Motto «Weisch no …» fand statt.
Tradition bewahren und Gemeinschaft stärken
Die Feldschützen Dintikon wurden 1865 gegründet. In der Schweiz haben Feldschützengesellschaften eine lange Tradition und sind historisch eng mit dem obligatorischen Schiesswesen ausser Dienst und lokalen Gemeinschaften verbunden. Das Feldschiessen war und ist ein zentrales Element der Schweizer Schützenkultur und zählt zu den grössten Schützenfesten der Welt.
In der Anfangszeit schossen die Dintiker noch im Freien auf dem sogenannten Brüggem. Im Jahr 1921 baute der Verein dann ein Schützenhaus und verlegte seine Schiessanlage an den Herrliberg. In den 1970er-Jahren entstand eine neue, zum Teil unterkellerte Schiessanlage, und 1989 folgte die Ausstattung mit einer elektronischen Trefferanzeige.
Ein einschneidendes Ereignis war Orkan Lothar, der am 26. Dezember 1999 das Schützenhaus komplett zerstörte. Die Mitglieder bauten es in Fronarbeit, mit Schweiss und Herzblut wieder komplett auf, und im Frühjahr 2002 fand die Einweihung statt. Auch in den folgenden Jahren wurde immer wieder erneuert, so die Küche, die im letzten April komplett umgebaut wurde.
Kindern und Jugendlichen Teamgeist beibringen
Präsident Gloor führt den Verein erfolgreich. Der Verein zählt insgesamt 18 erwachsene Mitglieder. Aktive Schützinnen und Schützen, davon fünf Frauen, die regelmässig im Verein schiessen. Im letzten Jahr wurde wieder ein eigener Jungschützenkurs angeboten.
Silvio Kyburz wollte als Familienvater Kindern und Jugendlichen das traditionelle Schiessen beibringen und führte dieses Jahr wieder einen Kurs mit Erfolg durch. «Wir bieten hiermit die Möglichkeit, in einer professionellen und kontrollierten Umgebung die ersten Schritte zu machen, entweder als Jungschütze ab 15 Jahren oder als Jugendschütze ab 10 Jahren», erklärte Kyburz das jährliche Ziel. «Denn mir ist es wichtig, ihnen unsere Traditionen und Eigenschaften wie Teamgeist und Disziplin weiterzugeben, die für den Schiesssport essenziell sind.»
Die nächsten Gnagiessen finden Freitag, 16., 23. und 30. Oktober ab 17 Uhr statt.



