Was man im Herbst nicht tun sollte
Gartentipp

Tipps, was im Garten wie und wann zu tun ist, gibt es viele. Für einmal drehen wir den Spiess um: Hier erfahren Sie, was man im Herbst bei Gartenarbeiten besser nicht tun sollte.
Viele Fehler passieren zum Beispiel beim Zurückschneiden. Frühblüher wie Forsythien, Rhododendren, Flieder, Magnolien oder Bauernhortensien dürfen im Herbst nicht geschnitten werden. Die Anlagen der Blüten für das nächste Frühjahr schlafen über den Winter in den Triebspitzen. Bei einem Rückschnitt würde die Pracht vom Frühling verloren gehen.
Auch Steinobst wie Zwetschgen, Aprikosen und Kirschen schneidet man besser nicht im Herbst. Die Schnittwunden heilen in dieser kühleren Jahreszeit schlecht und machen die Pflanze anfällig für Pilzbefall.
Mediterrane Kräuter wie Lavendel und Salbei mögen ebenfalls keinen Rückschnitt im Herbst. Der Schnitt würde die Pflanzen zu neuem Austrieb anregen. Diese jungen Triebe wären im Winter besonders empfindlich und könnten durch Frost stark geschädigt werden. Auch Gräser lässt man vor dem Winter besser in Ruhe. Statt sie zu schneiden, bindet man sie zusammen. So bleibt das Herz der Pflanze im Innern besser vor Kälte und Nässe geschützt.
Rasen sollte im Herbst nicht zu tief geschnitten werden. Er wächst bei dauerhaften Temperaturen unter 10 Grad nicht mehr weiter und erträgt die kalte Jahreszeit besser bei mittlerer Schnitttiefe. Laub sollte nicht auf dem Rasen liegen bleiben. Wer es mit dem Rasenmäher aufnimmt, erhält zusammen mit dem geschnittenen Gras wertvolles Mulchmaterial. Dieses eignet sich gut, um offene Flächen im Gemüse- oder Blumenbeet zu schützen. Eine Ausnahme ist das Laub vom Walnussbaum: Dieses sollte wegen seiner Gerbsäure nicht als Mulch verwendet werden. Wer zudem der Tierwelt etwas Gutes tun möchte, schichtet das Laub zu Haufen zusammen. Igel und andere Kleintiere finden darin im Winter einen willkommenen Unterschlupf.
«Gartentipp». Hier schreiben Mitarbeiterinnen der Schlossgärtnerei Wildegg über aktuelle Gartenaspekte.



