So wird der Rasen wieder grün

Gartentipp

Arbeitet auf Schloss Wildegg: Gärtnerin Melissa Gögele.Foto: MA/Pascal Meier
Arbeitet auf Schloss Wildegg: Gärtnerin Melissa Gögele.Foto: MA/Pascal Meier

Der trocken-heisse Sommer hat dem Rasen stark zugesetzt. Überall klaffen braune Stellen und Lücken in den sonst saftig-grünen Flächen. Besonders verheerend ist eine solch lange Trockenperiode für jüngeren Rasen: Dieser ist noch zu schwach, um gegen Hitze und Trockenheit anzukämpfen. Hier droht nach einem Hitzesommer wie 2026 oftmals ein Totalverlust.

Anders sieht es bei älterem Rasen mit gesunden Wurzeln aus. Dieser erholt sich meistens mit der nächsten längeren Regenperiode. Die Bräune ist nämlich auch ein Schutzmechanismus: Halme sterben ab, damit der Rasen seine Kräfte schonen kann. Ab 30 Grad wächst der Rasen ohnehin nicht mehr, da es dafür zu heiss ist.

Bleiben auch nach einer längeren Regenperiode braune oder kahle Stellen zurück, ist eine Rasenrenovation nötig. Dafür muss zuerst mit einer Hacke oder einem Vertikutierer abgestorbenes Gras und Unkraut entfernt werden. Danach wird die Erde mit einem Rechen leicht gelockert, etwa 1 bis 2 Zentimeter tief. Unebenheiten sollten anschliessend mit Rasenerde aufgefüllt werden, damit die Fläche wieder schön eben ist. Dann folgt die Nachsaat: Die Samen werden leicht mit dem Rechen eingearbeitet und flach angedrückt – etwa mit einer Schaufel, einer Walze oder speziellen Rasenschuhen. Es empfiehlt sich, gleich Herbstdünger einzuarbeiten. So erhält der Rasen genügend Nährstoffe für den Winter.

Zum Schluss wird der Rasen gut gewässert. Während drei bis vier Wochen ist regelmässiges Giessen nötig, der Rasen darf nie austrocknen. Achtung: nicht zu früh mähen! Der richtige Zeitpunkt für den ersten Schnitt ist erreicht, wenn die Halme rund 10 Zentimeter hoch gewachsen sind. Dann können sie auf maximal 5 Zentimeter zurückgeschnitten werden.

Eine solche Rasenrenovation empfiehlt sich nicht nur nach trockenen Perioden, sondern grundsätzlich von Zeit zu Zeit. Der September eignet sich dafür besonders gut: Der Boden ist noch warm vom Sommer, und die Samen brauchen genau diese Wärme zum Keimen.

«Gartentipp». Hier schreiben Mitarbeiterinnen der Schlossgärtnerei Wildegg jeweils über aktuelle Gartenaspekte.

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