Die Elektrifizierung des Verkehrs

Energie & Umwelt

Max Chopard Acklin

Max Chopard Acklin

E-Auto an der Ladestation.Foto: zvg

E-Auto an der Ladestation.Foto: zvg

Infolge fehlender landeseigener fossiler Energien und um die Effizienz der Bahn zu steigern, wurde in der Schweiz schon früh mit der Elektrifizierung von Bahnstrecken begonnen. Parallel dazu wurde in die Wasserkraft und damit in die einheimische Stromproduktion investiert. Die Weltkriege bestärkten die Schweiz dabei, denn durch die Elektrifizierung wurde die Schweiz unabhängiger (Wikipedia, «Geschichte der Schweizer Eisenbahn»). Dazu kam, dass Elektroloks effizienter, umweltfreundlicher und schneller waren als kohle- oder dieselbetriebene Schienenfahrzeuge. Heute, rund 90 Jahre später, wird nach dem Schienenverkehr zunehmend auch der Strassenverkehr elektrifiziert.

Es gibt klare Vorteile, die für die Elektrifizierung des Strassenverkehrs sprechen:

1. Ein Elektromotor hat einen Wirkungsgrad von rund 90 % und ist somit rund dreimal so effizient wie ein Verbrennungsmotor.

2. Der Strom für Elektroantriebe kann aus einheimischer, erneuerbarer Energie gewonnen werden. Bei den endlichen fossilen Energien für die Verbrennungsmotoren ist die Schweiz zu 100% von Auslandimporten abhängig.

3. Elektrisch angetriebene Verkehrsmittel verursachen weniger Lärm und keine Geruchsemmissionen.

4. Vergleicht man betreffend Grösse und Gewicht zwei gleichwertige Fahrzeuge, ist das Fahrzeug mit Elektroantrieb durch die höhere Effizienz pro Fahrkilometer wesentlich umweltfreundlicher. Wird das Fahrzeug auch noch mit Naturstrom betrieben, erhöht sich der positive Effekt zusätzlich. Die Antriebsart und die Art der genutzten Energie ist also entscheidend für die Umweltbilanz.

Die umweltfreundlichste Fortbewegungsmöglichkeit ist es, wenn wir zu Fuss oder mit dem Velo unterwegs sind. Das geht aber nur bei guter Gesundheit und bei eher kürzeren Strecken. Ansonsten bietet die Nutzung des öffentlichen Verkehrs eine umweltfreundliche Alternative. Wer aber nicht ganz auf seine Individualmobilität verzichten möchte oder kann, hat die Möglichkeiten, Carsharing-Angebote zu nutzen oder beim Fahrzeugkauf auf die Antriebsart zu achten. Unabhängig von der Antriebsart lohnt sich jedoch auch ein Blick auf die Energieetikette. Denn energieeffiziente Fahrzeuge benötigen weniger Antriebsenergie. Das schont die Umwelt und das eigene Portemonnaie.

Energie & Umwelt: Hier schreibt Max Chopard-Acklin, Umweltberater und Mitarbeiter der Fachstelle Umwelt in Lenzburg, zu Nachhaltigkeitsthemen.

Weitere Artikel zu «Im Gespräch», die sie interessieren könnten

Praktische Prüfung: Eine angehende Restaurantfachfrau bereitet im Prügungsrestaurant Bellavista ein Gericht direkt am Gästetisch zu.Foto: zvg
Im Gespräch17.06.2026

Wenn Gastfreundschaft zur Prüfung wird

Lenzburg Im Prüfungsrestaurant Bellavista von GastroAargau fanden kürzlich die praktischen Prüfungen der angehenden Restaurantfachfrauen und…
Die Kinder wussten zu überzeugen.
Im Gespräch10.06.2026

Von der Dose auf die Bühne:Gelungene Premiere auf dem Staufberg

Staufen Ravioli im Festzelt, Regen auf der Bühne: Die Premiere von «Hero – Geschichten mit Herz» auf dem Staufberg wurde am vergangenen Donnerstagabend zu…
Gabriela Furter
Im Gespräch10.06.2026

Uf Wiederluege

Recht-tipp