Sechs Parkhäuser und ein Einbahnregime für den Bus
Rupperswil Sechs neue Parkhäuser, ein Einbahnregime für Busse und neue Wohn- und Gewerbeflächen geplant: Der Rupperswiler Gemeinderat stellte vergangene Woche seine Pläne für die Entwicklung des Dorfzentrums vor. Nun kann sich die Bevölkerung dazu äussern.

Gemeindeammann Daniel Marti war die Freude anzusehen. «Es ist mir eine ausserordentliche Freude, ihnen die ersten Resultate des Konzepts präsentieren zu können. Es geht beim Projekt schliesslich um ein sehr schönes Gebiet.»
Mit diesen Worten begrüsste er die anwesenden Einwohnerinnen und Einwohner vergangene Woche zum Austausch über Zentrumsentwicklung. Fast alle bereitgestellten Stühle waren besetzt.
Mehrere Kernzonen im Fokus
Beim Entwicklungsrichtplan geht es um sechs Gebiete. Zwischen Bahnhof, Mitteldorf und Ortszentrum werden die oberirdischen Parkplätze reduziert. Insgesamt sind deswegen im ganzen Zentrum sechs unterirdische Parkhäuser geplant. Zudem werden der Fuss- und Veloverkehr priorisiert und eine gute Erschliessung mit dem öffentlichen Verkehr gewährleistet. Für die Busse soll zukünftig ein Einbahnregime gelten.
Der Bahnhofplatz dient als Mobilitätsdrehscheibe. Städtebaulich bildet er damit den Schwerpunkt des Areals. Bei der Gestaltung ist sicherzustellen, dass der Bahnhofplatz langfristig funktionsfähig bleibt – unabhängig davon, ob das bestehende Bahnhofgebäude erhalten oder durch einen Neubau ersetzt wird.
Ziel der Aufwertung im Gebiet Bahnhof Ost ist es, einen Grossverteiler im Zentrum anzusiedeln. Die Gemeinde steht bereits mit Migros und Coop im Gespräch. Beim Bahnhof West soll eine geschlossene Bebauung entlang der Gleise als Lärmschutz dienen. Schützen- und Gartenstrasse sollen mehrheitlich bewohnte Nachbarschaften sein.
Das Mitteldorf ist als urbaner Teil des Gebiets angedacht. Das Gebiet soll bezahlbaren Wohnraum bieten und für Gewerbe attraktiver werden.
Planungsbüro sieht grosses Potenzial in Rupperswil
Anwesend war auch Philipp Husistein vom Planer- und Architekturbüro Husistein und Partner. Rupperswil sieht er als eine sehr attraktive Gemeinde mit grossem Potenzial zur Weiterentwicklung. Schaue man sich das Dorf aus der Vogelperspektive an, erkenne man überall Inseln von Quartieren, deren Häuser alle ungefähr zur gleichen Zeit gebaut worden seien. «Das ist ein Indikator für eine gesunde Gemeinde», meint er. Noch bis zum 23. November kann sich die Bevölkerung zum Entwicklungsrichtplan äussern.



