Salzkorn: Warum in die Ferne schweifen ...

… wenn das Gute liegt so nah. Zugegeben – im Moment fällt es etwas schwer, bei diesen Witterungsverhältnissen, die seit Wochen andauern, das «Gute» zu sehen. Einzig meinen Geranien passt das Wetter. Noch nie hatten sie so viele Blüten und Knöpfe. Alle anderen Pflanzen auf meiner Terrasse leiden.

Und so gebe ich mich gerne Tagträumen hin, die mich an Orte führen, wo weder Dauerregen noch Gewitter und Hagelschauer den Menschen, den Tieren und der Natur das Leben schwer machen. Zugegeben – diese Orte sind weit weg. Orte mit palmengesäumten, weissen Sandstränden, die ein unvergessliches Ferienerlebnis versprechen. Aber – die Idylle trügt. Ein- oder ausreisen wird in einigen Ländern wegen neuer Corona-Mutationen erschwert. Das lässt wohl den einen oder andern Ferientraum platzen. Meinen nicht – ich habe zum Glück UHU-Ferien (ums Huus ume) geplant.

Also doch zurück zu «… wenn das Gute liegt so nah». Es gibt ja nicht nur Aktivitäten im Freien, die gerade während der Ferien zum Geniessen und Verweilen einladen. Nein, man kann auch «inne dure» Attraktives erleben. Man denke nur an die Schlösser Lenzburg, Wildegg oder Hallwyl, die spannende Angebote im Gepäck haben. Oder aber die Museen, die mit Dauer- und Wechselausstellungen für spannende Erlebnisse sorgen. Egal, ob Dorfmuseen, die Burghalde Lenzburg, das Militärmuseum Wildegg, das Sammlungszentrum Egliswil oder das Stapferhaus, um nur einige zu nennen. Wer gerne Runden im «kühlen Nass» dreht, kann dies wunderbar in einem Hallenbad tun. Und wer gerne in andere Welten eintaucht, kommt bei einem Kinobesuch bestimmt auf seine Kosten. Nicht zu vergessen die gemütlichen Spielerunden am heimischen Küchentisch oder das Buch, das darauf wartet, gelesen zu werden. Ganz nach dem Motto: «Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah».

Carolin Frei, Redaktorin

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