100 Tonnen Holz: Am Kraftreaktor tut sich etwas

Lenzburg Die Erweiterung des Kraftreaktors wird sichtbar: Vier tonnenschwere Aussenwandblöcke und das Tragwerk der neuen Kletterwand stehen.

Nur noch wenige Monate: Bald soll die Aussenwand am Kraftreaktor fertig sein. Foto: zvg
Nur noch wenige Monate: Bald soll die Aussenwand am Kraftreaktor fertig sein. Foto: zvg

Vier grosse Hauptelemente, gewaltige Träger und ein Spezialtransport: Die Aussenkletterwand des Kraftreaktors in Lenzburg nimmt Formen an. Mitte Mai konnte der Spatenstich gefeiert werden – nun stehen Trag- und Stützfachwerk.

Bis jetzt läuft alles nach Plan

Gegen das Baugesuch gingen keine Einwendungen ein. Das Grossprojekt reiht sich gut ein in die Geschichte der Kletterhalle. Nie wurde es still. So teilte Marco Toretti beim Spatenstich mit: «Nach dem Umbau unserer Boulderhalle 2021 fokussieren wir uns bewusst auf die Erweiterung des Vorstiegsangebots.» Die wetterunabhängige Alternative zur Felswand soll Gäste ausserhalb der Hauptsaison nach Lenzburg holen. Das Projekt wird beinahe zu einer Verdoppelung des Angebots führen. 22 zusätzliche Seilplätze entstehen im Freien, ein neuer Eingangsbereich mit kleinem Bistro und überdachte Veloparkplätze werden den Kraftreaktor erweitern.

Der Anbau war eigentlich schon lang in Planung. Ein Jahr nach der Übernahme 2018 planten sie bereits den Aussenbereich. Doch dann kam die Pandemie. Nun nimmt der langersehnte Traum Formen an. Während der anstehenden Bauarbeiten ist die Kletterhalle geöffnet. Der Haupteingang bleibt währenddessen gesperrt. Der Zugang erfolgt über den Hintereingang.

Sondertransport und Baukran

Nachdem die tragenden Elemente des Anbaus platziert worden waren, war es an der Zeit, das Gerüst für die Kletterwand zu liefern. Joel Silva von der «schaerholzbau ag» war schon am Spatenstich dabei. Die Kletterwand in Lenzburg sei für ihn ein besonderes Projekt. Insgesamt werden am Kraftreaktor gut 100 Tonnen Holz verbaut. An die 35 Tonnen macht allein die Tragwerkkonstruktion aus. Die vier vorgefertigten Aussenwandblöcke wiegen je 4,7 Tonnen. Sie wurden am Stück per Spezialtransport geliefert und einzeln aufgesetzt. Die gesamte Fassadenfläche beträgt 920 Quadratmeter. «Zwar sind Grösse und Dimension für uns nicht aussergewöhnlich. Besonders aber sind die Proportionen der Elemente zueinander. Diese sind sehr hoch und lang, aber schmal», erklärt er. Für Franziska Toretti war das Aufrichten ein besonderer Moment. «Das war eindrücklich. Ich habe gefilmt und fotografiert und staunte nur.» Mit der Aussenwand entsteht ein neues Kletterangebot im Mittelland. Die Geschäftsinhaber Marco und Franziska Toretti hoffen, ab Januar die ersten Kletterinnen und Kletterer an der Aussenwand zu sehen.

 

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